Filmkritik: Batman vs. Superman - Dawn of Justice

Filmkritik: Batman v Superman – Dawn of Justice

“Welche Art von Held braucht diese Welt?” DC Comics präsentiert: “Batman v Superman – Dawn of Justice”.

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Batman v Superman – Dawn of Justice.

18 Monate nach dem zerstörerischen Kampf in Metropolis zwischen Superman und General Zod (Man of Steel) werden Supermans (Henry Cavill) Aktivitäten und Intensionen mehr und mehr in Frage gestellt. Ausgerechnet Bruce Wayne alias Batman (Ben Affleck) sieht in Superman eine Bedrohung für die Menschheit und beschließt ihn auszuschalten. Doch mit diesem Plan ist er nicht allein. Auch Mogul Lex Luther (Jesse Eisenberg) von LexCorp sieht Superman. Ihm gelingt es Kryptonit aus dem Indischen Ozean zu bergen und nach Metropolis verschiffen zu lassen.

Bruce Wayne klaut in dessen Daten von LexCorp, die ihm jedoch vorerst von der mysteriösen Diana Prince (Gal Gadot) entwendet werden. Später erkennt er, welches Interesse Prince an den Daten hatte. Er entdeckt ein Foto von ihr in einer seltsamen Rüstung, das auf 1918 datiert ist. Weiter findet er Videomaterial von weiteren Pesonen mit übermenschlichen Kräften und schließlich Informationen über den Kryptonittransport.

Nachdem Batman durch Superman daran gehindert wird, das Kyrptonit an sich zu bringen, bricht er bei LexCorp ein. Aus dem Kryptonit entwickelt Wayne zusammen mit Alfred (Jeremy Irons) verschiedene Waffen, mit denen er in der Lage sein müsste, Superman zu besiegen. Während er den Kampf vorbereitet, wird Supemans Erdenmutter Martha Kent (Diane Lane) von Luther entführt. Um ihr Leben zu retten, soll er in Luthres Namen Batman umbringen. Der Kampf zwischen den beiden entbrennt. Batman ist kurz davor Superman ein für alle Mal aus dem Weg zu schaffen. Da wendet sich das Blatt und aus Feinden werden Verbündete. Ihr gemeinsames Ziel: Lex Luther und seine geheime Waffe!

Batman v Superman - Dawn of Justice

Mein Fazit

Der erneute Auftakt des DC-Universums  mit “Batman vs. Superman: Dawn of Justice” ist durchaus gelungen und lässt tief darauf blicken, was wir in Zukunft von den Komikhelden zu erwarten haben und inwieweit sie sich von der Marvel-Welt unterscheiden. Wo bei Marvel mit Witz und Charme gepunktet wird, setzt DC auf pure Action. Well done, DC! Doch etwas mehr Leichtigkeit hätte “Batman vs. Superman: Dawn of Justice” auch nicht geschadet. Kritische Stimmen gegenüber dieser Comic-Buchverfilmung kann ich daher doch ganz gut verstehen. Spricht Marvel durch eben genannten Witz eine breitere Masse an, ist der Kampf zwischen Batman und Superman doch etwas mehr für eingefleischte Fans. Diese wiederum werden mit 151 Minuten Action und Spannung belohnt.

Meine Mama…

Doch wenn man ganz ehrlich ist, stößt man bei “Dawn of Justice” doch auf einige Elemente, wo man sich fragt: “Echt jetzt!?” Ohne spoilern zu wollen ist der Auslöser (ich nenne ihn hier nicht), warum Batman und Superman sich doch zusammen gegen Lex Luther verbünden doch etwas lächerlich. Und warum Batman jetzt eigentlich unbedingt Superman umbringen muss, finde ich auch etwas überzogen und verfrüht gehandelt, was meiner Meinung nach nicht zu dem Batman passt, den wir in drei Teilen mit Christian Bale (“The Dark Night”, 2008) kennengelernt haben. Und so frage auch ich mich, wie so viele anderen Stimmen, was aus Batmans “No Killings”-Vorgabe geworden ist.

DC macht Lust auf mehr

Insgesamt bleibt es aber bei Meckern auf hohem Niveau. Denn letztendlich bleibt ein wirklich cooler Film, der etwas langsam anfängt, aber dennoch viel Spaß bringt und Lust auf mehr macht. Auch wenn ich weiterhin nicht unbedingt ein Fan von Ben Affleck (“Gone Girl – Das perfekte Opfer”, 2014) als Batman bin, hat mich seine Verkörperung nicht enttäuscht. Henry Cavill (“Man of Steel”, 2013) als Superman ist und bleibt eine hervorragende Wahl und Jesse Eisenberg (“Die Unfassbaren 2“, 2016) reißt einfach alles mit seiner Verkörperung des Lex Luthor heraus. Ich glaube, der Kerl kann wirklich jeden Charakter verkörpern! Großes Lob! Auch die Frau der Runde Gal Gadot (“Wonder Woman“, 2017) als Diana Prince alias Wonder Woman ist ein absoluter Kracher und damit die Kirsche auf der Torte. Ohne sie würde dem Film eindeutig etwas fehlen. Die integrierten Teaser auf zum Beispiel “Aquaman“, der 2018 in die Kinos kommt, lässt großes erhoffen.

Ein Monster aus dem Archiv?

Von der technischen Seite her, muss ich sagen, dass die 3D-Technik wieder einmal weitestgehend überflüssig war. Nur in einer Szene wurde sie meiner Meinung nach wirklich effektiv eingesetzt, sodass ich mich sehr erschrocken haben. Ansonsten sind die Special Effects aber sehr gut umgesetzt und wirken auch nicht zu überladen. Schade nur, dass das Monster doch klar als Fake erkennbar war. Da gab es schon bessere Umsetzungen. Dafür ist die Filmmusik von Hans Zimmer wiedereinmal überragend!

Mein Tipp für Euch

Meine Empfehlung also für Euch: Wenn ihr Marvel erwartet, guckt ihn Euch nicht an! Wenn ihr hingegen auf Action steht und Fans von DC Comics seid, unbedingt ins Kino! Inzwischen bietet übrigens auch das UCI vermehrt Originaltonfassungen am Sonntagabend an. Für OV-Liebhaber wie mich ein großes Plus und letztlich der entscheidende Grund, warum ich mir eine UCI Unlimited Card geholt habe! Ob diese sich wirklich lohnt, erfahrt ihr bald. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

“Batman v Superman – Dawn of Justice” jetzt auf 4K UHD, Blu-ray 3D, Blu-ray, DVD und als VoD.*

* Affiliate-Links | Anzeige: Wenn Du über einen dieser Verweislinks etwas Beliebiges bestellst, bekomme ich auf Deinen Einkauf eine kleine Provision. Der Preis verändert sich für Dich nicht.

4 comments

  1. zoltan

    Hallo,
    schöne Kritik zum Film. Hat mir gut gefallen.
    Ich war etwas enttäuscht von Film, weil zu viel rein gepackt wurde für mich.
    Kennst du die Animierte Version von der Geschichte. Es gibt eine DC/Warnerbrothers Animation, die ich von der Story her viel besser finde:
    http://www.zoliblaze.de/superman-vs-batman-animated-fight/

    Lg,
    Zoltan

    Antworten

  2. Buchrezension: Panic - Wer Angst hat ist raus | Jil's Blog

    […] und das Buch nahezu verschlungen, dass ich die letzten 50 Seiten noch nach der Spätvorstellung von Batman vs. Superman: Dawn of Justice zu Ende lesen musste. Wie ihr merkt bin ich hellauf begeisert und möchte Euch das Panic – […]

    Antworten

  3. Filmkritik: Suicide Squad | Jil's Blog

    […] Superman ist tot. Der gutmütige Alien stellte sich als Kämpfer für die Menschheit heraus. Doch was ist, wenn der nächste Besuch aus dem All keine guten Absichten hat? Und auch bereits auf der Erde lebende Meta-Wesen werden zu einer immer größer werdenden Bedrohung. Amanda Waller (Viola Davis) hat die Lösung: Sie will ein Team aus den gefährlichsten Verbrechern der Welt zusammenstellen und ihre Kräfte zur Verteidigung des Volkes und der Regierung einsetzen. Dazu hat sie die gestörte und bekennende Freundin des Jokers (Jared Leto) Harley Quinn (Margot Robbie), den Profikiller Deadshot (Will Smith), den pyrokinetischen Ex-Gangster Diablo (Jay Hernandez), den Dieb Captain Boomerang (Jai Courtney), den Söldner Slipknot (Adam Beach) sowie den kannibalischen Killer Croc (Adewale Akinnuoye-Agbaje) aufspüren und verhaften. […]

    Antworten

  4. Filmkritik: Wonder Woman | Jil's Blog

    […] Bei all der Kritik bleibt unter dem Strich aber ein cooler Actionfilm übrig, der wirklich Spaß bringt. Als Kritikerin muss ich ja immer etwas genauer hingucken, erlaube mir aber auch die Meinung, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe. Aus diesem Grund kann ich alles in allem Wonder Women definitiv weiter empfehlen. Die Kriegsheldin wird von Gadot wunderbar verkörpert, Pine als männliche Hauptrolle ist eine wahnsinnig gute Besetzung und auch mein Harry Potter-Herz schlägt wie wild durch die Besetzung von David Thewlis als Sir Patrick. Thewlis spielt in den Harry Potter-Teilen Remus Lupin und ist übrigens auch gerade in der 3. Staffel von Fargo zu sehen. Aber zurück zu Wonder Women: Der Rückblick auf die Vergangenheit von Wonder Woman und ihrer Herkunft ist spannend dargestellt, wobei der Rahmen drum herum etwas kitschig ist. Es gibt viele Parallelen zu Marvels The First Avenger, was den zwei Comic-Universum zu verschulden ist. Eine Wertigkeit, wer die Story besser umgesetzt hat, möchte ich an dieser Stelle nicht ziehen, zumal DC erst am Anfang seiner Kinoreise ist. Ich denke auf jeden Fall, dass DC mit Wonder Women und Suicide Squad zwei Schritte in die richtige Richtung getan hat und bin daher sehr gespannt auf mehr. Hoffen wir, dass das nächste Zusammentreffen der Superhelden nicht so mittelmäßig ausfällt, wie bei Superman vs. Batman – Dawn of Justice. […]

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.