Harry Potter und das verwunschene Kind

Kritik: Harry Potter und das verwunschene Kind

Die Handlung des 8. Teils

19 Jahre nach dem Sieg über Lord Voldemort lebt die Welt der Hexen und Zauberer wieder in Frieden und Einklang. Harry Potter und Ginny Weasley sind inzwischen verheiratet und haben drei Kinder: James, Albus und Lilly. Für Albus ist es sein erstes Jahr in Hogwarts, genauso wie für Rose, die Tochter von Ron und Hermine Granger-Weasley. Doch Albus ist besorgt. Was wäre, wenn er nicht, wie der Rest der Familie in Gryffindor, sondern in Slytherin landet? Harry nimmt sich seinen Sohn zur Seite und versichert ihn, dass auch Slytherin kein schlechtes Haus ist, war es doch das Haus von Serverus Snape, dem er letztlich sein Leben verdankt, und nach dem Albus Servus auch benannt ist. Etwas zuversichtlicher steigt Albus zu James und Rose in den Zug.

James verabschiedet sich jedoch als bald und so macht er sich mit Rose auf die Suche nach einer freien Kabine. Sie stoßen auf Scorpius Malfoy, der einsam in einem Abteil sitzt. Rose will weiter, doch Albus setzt sich zu Scorpius. Die beiden merken schnell eine gewisse Verbundenheit. Albus lebt in dem Schatten seines berühmten Vaters und auch Scorpius hat mit seiner Herkunft zu kämpfen. Davon abgesehen, dass das Ansehen der Malfoys mit dem großen Kampf in Hogwarts stark in Mitleidenschaft geraten ist, kursiert ein merkwürdiges Gerücht in der Welt. Es wird behauptet, dass Scorpius in Wahrheit der Sohn von keinem anderen als Lord Voldemord selbst ist. Mit einem Zeitumkehrer soll Scorpius Mutter in die Vergangenheit gereist und sich von Voldemord schwängern lassen haben. Selbstverständlich streitet Draco Malfoy dieses Gerücht vehement ab, dennoch hält es sich hartnäckig.

Die beiden Außenseiter werden Freunde und landen tatsächlich gemeinsam in Slytherin. Die Jahre vergehen und allen Worten zu trotz entfernen sich Albus und Harry immer weiter voneinander, ist Albus doch so anders als Harry. Als der gealterte Amos Diggory mit seiner Pflegerin bei den Potters aufschlägt, gerät die Geschichte ins Rollen. Diggory bittet Harry darum, seinen Sohn Cedric mittels eines Zeitumkehrers zu retten. Dieser ist beim letzten Trimagischen Tunier ums Leben gekommen, als er mit Harry zusammen auf den Friedhof von Voldemords Wiedergeburt teleportiert wurde. Harry bestreitet jedoch, dass Zeitumkehrer noch existieren und so muss er Diggorys Bitte ablehnen. Kurze Zeit später erfährt Albus allerdings, dass dies nicht ganz der Wahrheit entspricht.

Zusammen mit Scorpius macht er sich auf die Suche nach Diggorys Pflegerin und stehlen mit ihrer Hilfe den Zeitumkehrer aus dem Zaubereiministerium. Scorpius und Albus reisen in die Vergangenheit und versuchen Cedrics Sieg zu verhindern. Doch ihre Eingriffe in die Vergangenheit haben fatale Folgen für die Gegenwart…

Mein Fazit zur Story

Genial! Für mich ist es einfach unfassbar schön Neues aus der Welt von Harry Potter zu erfahren, wieder Teil dieses Universums zu sein und mehr über die alten und neuen Charaktere zu erfahren. Die Story an sich wirkt zunächst sehr unschlüssig. Nach und nach klären sich die Fragen und Ungereimtheiten allerdings immer weiter auf. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass gen Ende der Story J. K. Rowling und John Tiffany ein riesiger Fehler unterlaufen ist. Diesbezüglich habe ich bereits einen Brieg an Rowling geschrieben – ja, tatsächlich – habe aber leider keine wirkliche Antwort bekommen. Bei der Harry Potter Lesenacht vom Carlsen Verlag habe ich Verlegerin Renate Herre auf diesen Umstand angesprochen, der ihr allerdings entgangen ist. Auch Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt ist diese Schwäche nicht aufgefallen. Stimmen aber mir allesamt zu, dass da etwas nicht stimmen kann. Wer mit mir darüber diskutieren mag, möge sich doch gerne per Facebook oder über die Kommentare mit mir in Verbindung setzen. Ich würde mich freuen. Ansonsten fügt sich die Geschichte allerdings insgesamt wunderbar an die vorherigen Harry Potter-Teile an und so hoffe ich schon auf eine weitere Fortsetzung, die es aber vermutlich nicht geben wird. Aber wer weiß. J. K. Rowling hat schon einmal ihr Wort gebrochen.

3 comments

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