Reisebericht: Karibik - Die letzten Tage auf See

Reisebericht: Karibik 14. & 15. Tag – Die letzten Tage auf See

Endlich ausschlafen auf See! Ohne Wecker stehen wir heute gegen 10:00 h auf. Herrlich! So sollte Entspannungsurlaub doch jeden Tag sein. Da ich aber eher immer auf Adventure-Urlaub aus bin, ist dies eine echte Seltenheit für mich. Eigentlich wollte ich ja heute auch wieder ins Fitnesscenter. Doch richtig motiviert bin ich nicht, daher geht es erstmal ins Windjammer.

Happy Hour – oder auch nicht

Nach einem schnellen Frühstück, treffen Kim und ich unsere Eltern sowie Walli und Jürgen an der Casino Bar. Schließlich lockt heute wieder die Happy Hour. Jedoch ist angeblich der “Champagner” alle, weshalb sie ausfallen muss. Eine Alternative? Fehlanzeige. Zum ersten Mal muss ich sagen, bin ich wirklich unzufrieden mit der Serenade of the Seas. Etwas genervt schlendern wir deshalb ein wenig durch die Shops.

World Sexiest Man

Das Highlight des Tages ist definitiv die World’s Sexiest Man Wahl. Obwohl Papa sich fremdschämt, haben Kim, Mama und ich ordentlich Spaß. Genauso wie die Teilnehmer. Leider waren wir etwas spät dran, weshalb wir nicht mehr für die Jury ausgewählt werden konnten. Aber nach der ersten Runde sind wir darüber auch nicht mehr all zu traurig. Die erste Runde ist ein Dance-Off. Die Teilnehmer müssen die Jury und die Zuschauer von ihren Tanzkünsten überzeugen. Crew-Mitglied Grant zeigt eindrucksvoll, wie das aussehen kann oder sollte. Bei den Teilnehmer sah das ganze dann aber nicht mehr ganz so heiß an. Teilweise mussten wir uns etwas fremdschämen. Das hat den Spaßfaktor jedoch nicht gemindert. Wir saßen ja zum Glück weit genug von den Prachtexemplaren entfernt ;-). Leider schaffen es nur drei Teilnehmer in die zweite und finale Runde, die aus den besten Posen besteht. Gähn. Der erste Finalist zeigt nur seine Muskeln und der zweite macht es, bis auf die letzte Pose, nach. Der dritte Teilnehmer, der schon zuvor mehr mit Pokerchips als mit Tanztalent und, seien wir mal ehrlich, gutem Aussehen glänzte, ist da schon kreativer. So kann er dann, wenn auch nur ganz knapp, den Sieg für sich entscheiden.

World's Sexiest Man Wahl auf der Serenade of the Seas

Scottish Dance Class

Ein weiteres Highlight ist der schottische Tanzunterricht mit Grant. Da dieser allerdings einen Partner, im besten Fall männlich, erfordert, halten Kim und ich uns zunächst zurück. Schließlich juckt es uns alten Tänzerinnen dann doch in den Füßen: “Das können wir besser!” Und so steigen wir etwas verspätet ein und müssen uns erstmal von Grant ausschimpfen lassen. Doch wir bekommen es hin. Den zweiten Tanz dürfen wir dann sogar eröffnen. Herrlich!

“Eine schöne Bescherung”

Doch zuvor schauen wir auf der Außenleinwand am Pool noch Eine schöne Bescherung. Dies ist tatsächlich das aller erste Mal, dass ich bewusst den Film von Anfang bis Ende anschaue. Kurz vor Ende springe ich noch in den stark beheizten Whirlpool, wie ich es mir zusammen mit Kim seit dem ersten Blick auf den Whirlpool und dem Programm vorgenommen hatte. Check! Jetzt aber schnell unter die Dusche. Da unsere Zimmer zwar nicht unbedingt klein, aber auch nicht sonderlich groß sind, nutze ich die Chance alleine zu sein, packe schon einmal meinen Koffer und lege mir die Kleidung für die nächsten Tage heraus.

Pooldeko auf der Serenade of the Seas

Tonight’s Dinner Dress Suggestion: Formal

Da heute Abend wieder ein formaler Abend ist, versuche ich mein Ausgehkleid mittels Wasserdampf zu glätten. Dazu habe ich es bereits heute Morgen ins Bad gehängt und die Dusche heiß aufgedreht. Inzwischen ist es tatsächlich fast wieder glatt. Also ein super Tipp von Walli – vielen Dank! Kims Dusche tut ihr übriges. So kann ich es heute Abend beruhigt erneut anziehen. Ich helfe Kim noch mit ihrer Steckfrisur und glätte meine Haare so gut es geht. Das Salzwasser und die viele Sonne haben meinem Haar zwar nicht ganz so geschadet, wie gedacht, „strubbelfrei“ ist jedoch anders. Dafür sind sie ziemlich hell geworden. Natürliche Blondierung nennt sich das wohl ;-).

Wie spät ist es eigentlich?

Frisch aufgestylt geht es zum Abendessen. Doch wo sind eigentlich Walli und Jürgen? Obwohl ich kurz vorher noch mit ihnen telefoniert habe, fehlt von ihnen jede Spur. Nachdem wir bereits unsere Vorspeise gegessen haben, tauchen die zwei plötzlich auf. Sie haben immer noch die ursprünglich New York Zeit eingestellt und waren damit eine Stunde hinter der eigentlichen Zeit. Dass die ständigen Zeitumstellungen erst jetzt zu so einem Zwischenfall führen, überrascht mich ehrlich gesagt. Der aufmerksame Roomboy von Walli und Jürgen hat die zwei schließlich angerufen und gefragt, ob die zwei heute gar nicht zu Abend essen wollen. Den Hauptgang haben wir dann wieder zusammen gegessen. Danach geht es noch kurz an Deck und dann für mich zu Bett. Kim hat noch kurz ins Vortex, die Schiffsdiskothek, reingeguckt. Hier war aber wieder einmal nichts los und so war sie kurze Zeit später auch zurück im Zimmer.


15. Tag: Letzter Tag auf See

Unser letzter Tag auf der Serenade of the Seas beginnt mit ordentlich Geschaukel. Die Wellen haben erheblich an Höhe gewonnen und die Sonne versteckt sich zunächst hinter den Wolken. Um 09:30 h treffe ich mich mit Walli und Jürgen zum Frühstück. Beschließen allerdings noch kurzer Hand im Shoppingcenter vorbeizuschauen: Heute Super Sale! Alles muss raus! Da hätten sie mit den Preisen aber gerne noch einmal etwas runter gehen können. Als ich Charlotte von den Royal Shops entdecke ergreife ich die Gelegenheit und spreche sie auf eine rote Marc Jacobs Tasche an, die gestern vor meinen Augen über die Ladentheke ging und eigentlich schon lange ausverkauft sein sollte. Charlotte berichtet, dass noch eine irgendwo im Lager aufgetaucht sei und sie auch Ausschau nach mir gehalten hätte, da ich zuvor bereits Interesse an ihr geäußert hatte. Außerdem verspricht sie mir, dass sie noch einmal gucken geht, ob sie nicht noch eine findet und mich in Falle dessen anruft.

Shoppen gegen die Seekrankheit

Walli ist bereits leider etwas seekrank, weshalb Jürgen und ich alleine frühstücken gehen. Hier entdecken wir auch meine Eltern sowie Myrna und Jürgen (2). Da ich im Shop noch ein paar neue Uhren entdeckt habe, gehe ich mit Mama nochmal runter und auch Papa schließt sich an. Kurzerhand können sich doch noch beide für eine Uhr begeistern und so haben beide sich ihr Weihnachts- und Dankeschöngeschenk ausgesucht. Außerdem hat Charlotte gute Neuigkeiten. Eine etwas kleinere knallrote Marc Jacobs ist aufgetaucht, sie sei allerdings gerade noch reserviert. Ob ich die Tasche haben kann, entscheidet sich nach dem großen Uhren-Raffle um 15:00 h. Drückt mir die Daumen, denn sie ist wunderschön!

International Crew Parade of Nations

Dass sich die Fahrt allmählich dem Ende neigt, zeigt sich auch am Programm. Um 11:15 h gibt es im Zentrum eine Internationale Crew Parade of Nations. Gefühlt jede Nationalität der Erde ist in der Crew der Serenade of the Seas vertreten. Einige Vertreter aus allen Arbeitsbereichen des Kreuzfahrtschiffes repräsentieren ihre Nationalität in dieser Parade mit Fahnenschwingen und Tanz. Eine sehr schöne und Freude bringende Veranstaltung.

International Crew Parade of Nations
Kapitän Kristoffer schwingt die polnische Flagge.

Letzter Lauf auf & in der Serenade of the Seas

Inzwischen geht es mir auch nicht mehr all zu gut, weshalb ich auf das Mittagessen verzichte, lieber eine Tablette gegen Reisekrankheit zu mir nehme und mich an den Pool lege. Entgegen aller Vorhersagen ist die Sonne doch noch einmal herausgekommen und der Regen bleibt bisher aus. Ich nutze die letzte Chance, schnalle mir die GoPro auf den Kopf und jogge eine Runde durch unser Schiff. Das Video versuche ich die Tage noch für Euch bereitzustellen.

Marc by Marc Jacobs

Eigentlich wollte ich um 13:30 h an dem Volleyballspiel gegen die Crew teilnehmen. Diese Veranstaltung wurde aber aufgrund der großen Wellen kurzfristig abgesagt und so schließe ich an Deck etwas die Augen. Um 15:00 h ruft die große Uhrenverlosung. Bei all dem Pech, den wir während unserer Reise hatten, sind wir schließlich auch einmal dran. Aber nein, die Uhr geht an einen Herren von Deck sieben. Dafür ist die Tasche so eben freigegeben worden! Für nur 142,49 USD bin ich nun in Besitz einer wundervollen roten Marc by Marc Jacobs Tasche, die ich direkt zum Abendessen ausführen möchte.

Win a Cruise Royal Bingo

Ein letztes Mal fordern wir unser Glück beim Bingo heraus. Mit der ganzen Familien kaufen wir uns ein Bingoblatt für unfassbare 39,00 USD und fragen nach einen Stift zum Abkreuzen. An dieser Stelle wird uns dann wieder bewusst, dass wir uns auf einem amerikanischen Schiff mit Bingo-Vollprofis befinden. Die Damen und Herren haben alle ihre eigenen Bingostempel mit und so müssen wir uns schnell einen Stift suchen. So schnell wie es dann los geht, ist es auch schon wieder vorbei. Leider haben wir natürlich nicht gewonnen und dürfen auch nur an der ersten Auslosung teilnehmen. Wir hatten uns nur das grüne Blatt gekauft und waren so naiv zu denken, dass man mit diesem alle Spiele spielen kann, wie damals in Ägypten. Na ja, wieder dazu gelernt…

Farewell Variety Showtime

Aufgehübscht geht es vor dem Abendessen ein letztes Mal für uns ins Tropical Theatre zur Farewell Variety Showtime. Anders als zunächst erwartet wird uns hier kein Gesang oder Tanz geboten, sondern eine Comedyshow. Der Comedian steigt ein mit ein paar Witze über den Alltag auf der Serenade of the Seas driften dann aber alsbald in allgemeine Themen ab. Nichtsdestotrotz habe ich meinen Spaß. Für diejenigen unter uns, die mit der englischen Sprache nicht zu 100%  vertraut sind, wird dies aber leider schnell langweilig. Zum Abschluss kommen dann nochmal ganz viele Crew-Mitglieder auf die Bühne, schreiten die Treppen des Theaters hoch und verabschieden sich von uns. Eine wirklich schöne Geste.

Das letzte Abendmahl

Nach dem Theaterbesuch gehen wir ein letztes Mal ins Reflections, wo wir uns er Drei-Gänge-Menü genießen und uns bei Fabiana und Joy mit einem kleinen Trinkgeld und einer Umarmung verabschieden. Die zwei sind uns wirklich ans Herz gewachsen. Zum Abschluss gibt es auch eine Performance der Dinner-Crew, die wie immer “spektakulär” ist. Es gab zuvor schon ein zwei Abenden eine kleine Gesangs- und Tanzeinlage unserer Kellner und Köche. Leider können wir wie immer nicht viel sehen, da wir so nah am Eingang sitzen. Dafür wirbeln wir ein letztes Mal fleißig mit unseren Servietten. Noch einmal geht es an Deck und dann lassen wir uns von den Wellen in den Schlaf schaukeln.

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