Reisebericht: Karibik - Zwischenstopp in NYC

Reisebericht: Karibik 2. – 4. Tag – Zwischenstopp in NYC

New York City, wir kommen! Doch zuvor stärken wir uns noch mit einem soliden Frühstück im Hotel. Das Taxi wartet, wie bestellt, pünktlich um 08:30h auf uns vor der Tür. Die rund 15-minütige Fahrt kostet uns rund 15 Euro. Dann wird eingecheckt. Und der Unmut gegenüber Mediplus, unserem offiziellen Reiseveranstalter, nimmt seinen Lauf. Obwohl wir alle zusammen die Reise gebucht haben, sind unsere Sitzplätze im Flugzeug überall verstreut. Auch steht in unseren finalen Reiseunterlagen nicht, in welches Hotel wir kommen. Diese Information brauchen wir aber, um die Einreise in die USA nicht unnötig zu verkomplizieren. Zum Glück hat Papa die ursprüngliche Buchungsbestätigung dabei und gibt die dort vermerkte Hoteladresse an.

United Airlines

Irgendwas funktioniert doch immer nicht…

Bevor wir den Securitycheck passieren, rufen wir indessen bei Mediplus an und bitten darum, uns die richtige Hoteladresse mitzuteilen. Nach drei Telefonaten haben wir diese dann per Mail zugeschickt bekommen. Das Wellington Hotel in bester Lage soll es sein. Das klingt doch gut! Wir gehen weiter durch die Sicherheitskontrolle und können schon alsbald an Bord von United Airlines gehen. Nach einiger Fragerei sitzen immerhin Kim und ich nebeneinander und unsere Eltern hintereinander, dafür aber jeweils am Fenster. Meine Schwester und ich haben natürlich Plätze in der Mitte gewonnen. Hinzukommt, dass Kims Entertainment-Screen auch nach mehreren Resets nicht funktioniert. Nach zwei Filmen (Ghostbusters, Ice Age – Kollision) tauschen wir daher die Plätze. Ich muss sagen, dass wir von United Airlines gut mit Getränken versorgt wurden und das Essen war immerhin okay.

Ankunft in New York City

Ankunft in Newark

Nach etwa acht Stunden Flug landen wir in Newark. Die Einreise läuft problemlos und auch unsere Koffer finden direkt zu uns zurück. Am Ausgang erwartet uns bereits der Abholservice und zwei weitere Reisegäste. Zwei folgen alsbald. Dafür müssen wir etwas auf unseren Kleinbus warten, der anscheinend Schwierigkeiten hatte, uns zu finden. Doch dann geht es ohne weitere Umschweife ins Hotel. Doch anstatt ins Wellington, geht es ins Heritage Hotel. Was soll ich sagen, schick ist anders. Aber ich bin diese Umstände ja bereits durch meine Kalifornien-Rundreise gewohnt. Meine Eltern haben sich jedoch ein neues Zimmer geben lassen, da sie keinerlei Platz hatten überhaupt ihre Koffer zu öffnen. Über die Lage können wir jedoch nicht meckern. Das Heritage Hotel liegt auf der 25sten Ecke 5. / Broadway und damit direkt im die Ecke vom Flat Iron Building. Außerdem können wir von unserem Ausgang direkt aufs Empire State Building schauen!

Flatiron und Empire State Buildung

Da es in New York City gerade mal 17:00 h ist, nutzen wir das gute Wetter und laufen die 5th Avenue hoch. Hier schauen wir uns beispielsweise schon einmal den ungeschmückten Baum vor dem Rockefeller Center an, dessen Lichter am 30. November angemacht werden. Seit ich Kevin – Allein in New York vor vielen, vielen Jahren das erste Mal gesehen habe, wollte ich diesen Moment schon immer einmal miterleben. Nun ist es bald so weit! Ich kann es kaum erwarten.

Rockefeller Center in New York City

Über den Time Square geht es langsam zurück Richtung Hotel. Zuvor essen wir aber noch bei Bill’s Bar & Burger zu Abend. Dieses Restaurant kenne ich bereits von meinem letzten New York Trip. Gute Qualität, für einen verhältnismäßig günstigen Preis. Erschöpft schmeißen wir uns schließlich in unsere Betten und freuen uns auf den nächsten Tag.


3. Tag: Staten Island Ferry und Cats – das Musical”

Hallo Sonnenschein! Oder auch nicht. New York City, gestern noch wolkenlos, begrüßt uns mit finsteren Regenwolken. Da kann das typisch amerikanisch spärliche Frühstück einen auch nicht aufheitern. Aber wir sind ja nicht aus Zucker. Daher geht es frohen Mutes als erstes mit der Subway zur Staten Island Ferry. Ich habe mir zuhause bereits einen PDF-Plan von der Metro sowie die Offline-Map von NYC per Google Maps heruntergeladen, sodass die Navigation durch Manhattan ein Leichtes ist. Grundsätzlich ist die Orientierung in New York simpel, wenn man sich mit dem Gitterstraßennetz des Big Apples vertraut ist. Hat man die Adresse zu der man möchte, begibt man sich auf die gewünschte Avenue und zählt dann die Blocks bis zur gewünschten Ecke.

Kurzinfo: Wenn man mehrere Tage in New York City ist und viel mit der Subway fahren möchte, lohnt es sich eine Unlimited Ride MetroCard 7-Day für 31,00 USD plus 1,00 USD für die MetroCard zu lösen. Da wir nur knappe drei Tage in New York sind, haben wir uns dazu entschieden pro Fahrt zu zahlen. Dazu haben wir zwei MetroCards gelöst, falls wir uns einmal trennen sollten, und zahlen so pro Fahrt 2,75 USD. Die MetroCard bietet den Vorteil, dass bei einer Aufladung ab 5,50 USD automatisch auf 11 % der Summe hinzugefügt werden, und sie von mehreren Personen genutzt werden kann. Eine Fahrt endet im Übrigen erst, wenn man den Bereich der Subway wieder verlässt unabhängig von der hinterlegten Strecke.

Die Freiheitsstatue in NYC

Verregnetes New York

Auf der kostenlosen Staten Island Ferry können wir die Freiheitsstatue erblicken und haben auf dem Rückweg einen barrierefreien Blick auf die Skyline von NYC. Diese ist aber aufgrund des immer stärker werdenden Regens alles andere als ungetrübt. Das One World Trade Center hängt bereits in den Wolken. Ein Besuch das Observatoriums ist damit für heute vom Tisch. Stattdessen kämpfen wir uns mit nur noch drei Regenschirmen, die wir zuvor an der Metro für jeweils 5,00 USD schnell gekauft hatten und wovon einer bereits kaputt ist, weiter durch den Regen.

Die Skyline von NYC

Wie bei “Kevin – Allein in New York”

Unser nächstes Ziel ist der Central Park. Zuvor wagen wir jedoch einen kurzen Blick ins weltberühmte Plaza Hotel und fühlen uns direkt wie im Film Kevin – Allein in New York. Allerdings wurde in den vergangenen 24 Jahren der Teppich ausgetauscht worden. Im Central Park wollten wir eigentlich in den Zoo gehen, doch die 18 USD Eintritt lohnen sich bei dem Wetter einfach nicht. Ein neuer Plan muss her. Wir werfen unsere Pläne also komplett über Bord und gehen zum Time Square. Um kurz nach 14 h stellen wir ums beim TKTS-Schalter in die Schlange und kaufen für jeweils 81,00 USD Tickets für das Musical Cats. Da wir jetzt den Abend geplant haben, fahren wir mit dem Taxi zurück ins Hotel und hängen unsere völlig durchnässte Kleidung zum Trocknen auf. Die Zwischenzeit bis zum Musical nutze ich fleißig, in dem ich ein wenig für die Uni lerne.

Der Weihnachtsbaum in Plaza Hotel

Cats – Das Musical

Mit etwas Verspätung versuchen wir um 18:15 h uns ein Taxi zu rufen. Zu viert kann dies nämlich durchaus günstiger sein, als mit der Subway zu fahren (4x 2,75 USD). Eine halbe Meile oder 60 Sekunden im Taxi kosten in NYC 50 ct. Der New Yorker Verkehr macht uns heute Abend allerdings einen Strich durch die Rechnung. Die Uhr tickt und wir fürchten zu spät zu kommen. Deshalb verlassen wir das Taxi frühzeitig und eilen die letzten zwölf Blocks zu Fuß zum Neil Simon Theater. Pünktlich wie die Maurer nehmen wir dann doch noch unsere Plätze in der ersten Reihe ein!

Cats im Neil Simon Theatre

Cats ist wirklich ein wundervolles Musical! Natürlich haben wir nicht unbedingt jedes Wort verstanden, dass die „Katzen“ gesungen haben, aber wenn man sich zuvor etwas mit der Story auseinandergesetzt hat, ist es kein Problem der Handlung zu folgen. Der Gesang ist hervorragend und die Tänze beeindruckend. Die Musical-Darsteller verlassen immer wieder die Bühne und erstatten uns einen Besuch inklusive Pfötchen geben, Anfauchen und Co. Wir sind auf jeden Fall restlos begeistert und können nur jedem einen Besuch von Cats weiter empfehlen. Inzwischen ist das Wetter etwas aufgeklart und so gehen wir zu Fuß zurück ins Hotel.

Time Square bei Nacht


4. Tag: One World Observatory und Christmas Tree Lighting”

Auch am nächsten Morgen hält sich der Regen glücklicherweise noch zurück. Daher geht es schnellen Fußes mit der Metro zum One World Observatory. Kurz vor 09:00 h kommen wir wie geplant an, zahlen die 34,00 USD Eintritt pro Personen, düsen mit dem Fahrstuhl in Windeseile in den 100. Stock und sind somit einer der ersten auf dem Aussichtsplattform. Zwar sind wir nahezu ungestört, jedoch ist es, aufgrund der Glaswand, etwas schwierig gute Aufnahmen zu machen. Hinzukommt, dass sich New York noch immer in eine Nebelwand hüllt. Aber hey, „Gutwetter-Aufnahmen“ kann doch jeder, wie meine Schwester so treffend sagt!

9/11 Memorial und Wall Street

Nachdem wir uns viel Zeit gelassen haben, NYC auf uns wirken zu lassen, besuchen wir am Boden Ground Zero. Kim und Papa gehen anschließend ins 9/11 Memorial & Museum, dass ich bereits vor 1,5 Jahren besucht habe und deshalb auf einen weiteren Besuch verzichte. Mama und ich gehen in der Zwischenzeit, unter zunehmenden Regen, zur Wallt Street und schauen uns ein wenig um.

Essen bei EATALY

Nach zweieinhalb Stunden sind wir wieder vereint und gehen bei EATALY in der Nähe unseres Hotels essen. Wir entscheiden uns allesamt für leckere Pastagerichte für jeweils ca. 15,00 USD und teilen uns im Anschluss im Nutella-Laden von EATALY noch ein wenig Eis. Yammy! Da der Regen inzwischen wieder unangenehme Ausmaße angenommen hat, verbringen wir auch diesen Nachmittag im Hotel. Also Unisachen wieder ausgepackt und ein wenig Musik gehört. Inzwischen ist klar, dass Stoff und Schnaps oder auch Drank & Drugs unser Urlaubssong ist. Vielleicht nicht ganz so passend, aber wenn der Ohrwurm erst einmal da ist, verlässt er einen nicht mehr allzu bald.

Der Countdown bis zum Erleuchten des Christbaums

Eigentlich wollten wir uns bereits um 17:00 h auf zum Rockefeller Center zum Christmas Tree Lighting Event aufmachen. Doch bei dem Regen, gehen wir erst um 18:00 h los. Dies war natürlich ein Fehler. Trotz des schlechten Wetters ist der Rockefeller Plaza völlig überlaufen. Dennoch quetschen wir uns in die Mengen und können zum Schluss dann doch noch den Baum in Gänze erblicken. Von den Auftritten haben wir allerdings leider gar nichts gesehen. Die Musiker sind anscheinend tatsächlich auf einer Bühne auf der Eisfläche aufgetreten, die leider etwas herabgesetzt liegt. Ob man diese überhaupt ohne VIP-Ticket sehen kann, ist mir unbekannt. Bildschirme gab es auch viel zu wenige. Nach einiger Zeit ging schließlich auch der Regen wieder los. Unsere Regenschirme mussten wir aber natürlich beim Betreten der Eventfläche zurücklassen. Warum wir uns keine Regenponchos gekauft haben? Weil die ein Vermögen in NYC kosten! Mit Glück bekommt man hier einen für 5,00 USD. Dann hat man aber noch keineswegs einen stabilen, den man mehrfach verwenden kann, sondern ein dünner Wegwerfponcho, den man bei uns an jeder Ecke geschenkt bekommt. Nach 2,5 Stunden warten, und der aufkommenden Frage, ob wir jemals wieder trocken werden, war es um 21:00 h endlich so weit. 10, 9, 8, 7, 6, – der Baum beginnt zu flackern – 5, 4, 3, 2, 1 – Bing! Der Baum leuchtet! Und irgendwie hat sich es dafür dann doch alles gelohnt.

 Was sind schon 25 Blocks!?

Da halb NYC für das Event abgesperrt ist, gestaltet sich das Zurückkommen ins Hotel wie zu erwarte schwierig. Da alle in die Metro stürmen, beschließen wir schnell zu Fuß zu gehen. Was sind nach zweieinhalb Tagen NYC schon 25 Blocks!? Im Hotel wird die nasse Kleidung schnell zum Trocknen aufgehängt, die Klimaanlage auf gefühlte 80 Grad gestellt und schnell unter die heiße Dusche gesprungen. Herrlich! Danach packen wir schon unsere Sachen, denn morgen geht es weiter nach Fort Lauderdale, Florida!

Die abgebildeten Fotos sind von Kim Löffka Fotografie.

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