Filmkritik: Der Sex Pakt

“Der Sex Pakt” mit John CenaLeslie Mann und Ike Barinholtz gehört zu der Kategorie: Popcorn-Kino für zu Hause. Albern und unterhaltend schlägt er auch ein paar ernste Töne an. 

3.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Der Sex Pakt”

Das „erste Mal“ am Tag des Abschlussballs – drei Mädchen schließen einen Pakt, denn sie können „es“ nicht erwarten. Doch leider haben sie die Rechnung ohne ihre überfürsorglichen Eltern gemacht. Die bekommen nämlich zufällig Wind davon und starten umgehend eine unbeholfene, überaus chaotische und absolut bizarre Nacht-und-Nebel-Aktion, um den Plan ihrer Kinder zu vereiteln.

Der Sex Pakt

Mein Fazit

John Cena (“Daddy’s Home 2 – Mehr Väter, mehr Probleme“, 2017), Leslie Mann (“How to be Single“, 2016) und Ike Barinholtz (“The Disaster Artist“, 2017) – was für eine Kombination. Ich muss zugeben, dass diese mich zunächst etwas abgeschreckt und von einem Kinobesuch fern gehalten hat. „Das kann ja nur überzogen albern werden“, dachte ich. Und eigentlich hatte ich damit auch Recht, doch dazu kommt, dass die Komödie dabei trotzdem wirklich amüsant ist. Sie erzählt die Geschichte von drei Elternteilen, die unbedingt ihre Töchter davon abhalten möchten, dass sie in ihrer Prom Night ihre Jungfräulichkeit verlieren. Das Wechselspiel zwischen Teens und Eltern funktioniert ausgezeichnet.

Chaos vorprogrammiert

Durch wenige Einführungsszenen wird zu Beginn von „Der Sex Pakt“ eingängig und clever das Verhältnis zwischen den Freundinnen untereinander, zu ihren Eltern und zwischen den Elternteilen untereinander gezeichnet. Dass es sich bei den Erwachsenen nicht unbedingt um die einfachsten Eltern handelt, wird mit einem Blick deutlich. Nun, da die Töchter flügge werden, wächst die Unsicherheit der Eltern umso mehr: Verlustängste sind das große Thema. Klar, dass hier Chaos pur vorprogrammiert ist.

Der Sex Pakt
© Universal

Alkohol, Polizei & Explosionen

Typisch Coming-of-Age-Film geht es neben Sex natürlich auch um Alkohol-, Drogenkonsum und laute Parties, die selbstverständlich in einem Polizeieinsatz enden. Nicht neu aber trotzdem etwas ungewohnt, mischen die Eltern immer wieder mit. Da muss natürlich noch etwas mehr kommen: Boom, da fliegt was in die Luft! Allgemein ist „Der Sex Pakt“ natürlich an der ein oder anderen Stelle etwas sehr Over the Top – doch passt diese Tonalität zum Gesamtkonzept.

Der Sex Pakt
© Universal

Alt vs. Jung

Der Cast von „Der Sex Pakt“ harmoniert ausgezeichnet. Sowohl die alte Liga als auch die jungen Nachwuchsschauspielerinnen Kathryn Newton (“Lady Bird“, 2017), Geraldine Viswanathan und Gideon Adlon geben jeweils ein wunderbares Trio ab. Geradezu auffällig ist die hohe Diversität im gesamten Cast, weshalb die Geschichte sich diesbezüglich jedoch sehr echt anfühlt. Die Figuren spiegeln die heterogene amerikanische Gesellschaft wieder.

Der Sex Pakt
© Universal

Popcornkino für Zuhause

“Der Sex Pakt“ ist eine Komödie, die man sich wundervoll mit ein wenig Popcorn zu Hause auf dem Sofa angucken kann. Sie unterhält, wird nicht langweilig und schlägt bei all der Albernheit auch ein paar ernste Töne an. Vielleicht kann man sogar das ein oder andere von dem Film lernen.

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