Filmkritik: Captain Marvel

Filmkritik:
Captain Marvel

Mit “Captain Marvel” geht es zurück in die 1990er Jahre. Eine Zeit in der Fury noch zwei Augen hatte und Aliens noch ein Gerücht waren. MCU erzählt die Geschichte einer übermächtigen Heldin.

3.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Captain Marvel”

Vers (Brie Larson) ist Mitglied der Starforce, eine intergalaktische militärische Spezialeinheit der Kree, die der mysteriöse Commander Yon-Rogg (Jude Law) anführt. Nach vielen Trainingseinheiten und Einsätzen mit der Starforce ist die Kämpferin zu einem hochgeschätzten Mitglied der Elitetruppe aufgestiegen. Doch genau zu diesem Zeitpunkt führt sie ihr Weg auf die Erde, wo sie mit neuen Fragen über ihre Vergangenheit konfrontiert wird. Auf der Erde wird Nick Fury (Samuel L. Jackson) schnell auf sie aufmerksam. Gemeinsam arbeiten die beiden nun zusammen, um einen furchterregenden Feind zu bekämpfen. Dabei handelt es sich um die Skrulls, die durch ihre Fähigkeiten als Gestaltwandler noch bedrohlicher wirken. Angeführt von Talos, planen die Kree auf der Erde einzufallen und sie zu erobern.

Captain Marvel ab 07. März im Kino

Mein Fazit

Captain Marvel – die Retterin der Stunde? Nick Fury hat in “Avengers – Infinity War” in letzter Sekunde einen Notruf an Captain Marvel geschickt. Doch wer ist eigentlich diese Captain Marvel? Das erfahren wir – wie zu erwarten – in ihrem gleichnamigen Solofilm. Mehr noch erfahren wir zusammen mit Vers nach und nach, wer tatsächlich hinter der Figur steckt und wie sie schließlich zur Superheldin wird. Vers hat nämlich keinerlei Erinnerung an ihre Vergangenheit. Einzelne Erinnerungsfetzen lassen sie schließlich erkennen, dass sie einst auf der Erde gelebt hat. Der Planet, auf dem sie bei einem schief gelaufenen Einsatz landet.

Ein Superheld wird geboren

Vers ist zu Beginn des Films eine Kriegerin der Krees. Der Zuschauer begibt sich mit ihr zusammen auf eine Reise in die Vergangenheit, in die Gegenwart und schließlich in die Zukunft. Spannend dabei ist, dass dem Zuschauer zunächst genauso wenig klar ist, was und wer hinter der jungen Frau steckt, wie ihr selbst. Außer natürlich man ist bereits mit den Comics vertraut. Der Kern der Geschichte ist somit eine Reise vom Suchen und Finden. Dabei gelingt es den Filmemachern jedoch nicht eine nervenaufreibende Geschichte zu erzählen. Sie ist viel mehr interessant und macht neugierig. Dadurch entsteht jedoch der Eindruck, dass nicht wirklich viel passiert. Und so ist man tatsächlich froh, dass “Captain Marvel” mit einer Spielzeit von 124 Minuten, nicht völlig über die Stränge schlägt.

Captain Marvel
© Marvel

Brie Larson ist Captain America

Um ehrlich zu sein, habe ich nicht viel von Brie Larson (“Raum“, 2015) erwartet. Ich bin kein großer Fan der Schauspielerin und bin deshalb wahrscheinlich auch mit einigen Vorurteilen in den Film gegangen. Doch ich muss wirklich sagen, ich bin mehr als positiv überrascht. Larson porträtiert eine knallharte, smarte und gleichzeitig lustige Frau voller Potenzial und Willenskraft. Von der ersten Sekunde an, nimmt man ihr die Rolle zu 100 % ab.

Captain Marvel
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Kuddelmuddel!?

“Captain Marvel” beantwortet einige offene Fragen, die sich während der letzten zehn Jahre MCU aufgetan haben, und schafft zudem neue Verbindungen zwischen den Filmen und ihren Figuren. Doch während man hinter manchen Dingen endgültig einen Haken machen kann, tun sich neue Fragen auf. Zudem erscheinen manche Handlungsabläufe nach “Captain Marvel” nicht mehr ganz schlüssig. Denn schließlich dreht sich auch bei “Captain Marvel” wieder alles um die Inifinity Stones. Ob die Filmemacher hier aber tatsächlich Mist gebaut haben oder ob ein weiterer Film noch wieder für Ordnung sorgen muss, das lässt sich wohl erst endgültig beurteilen, wenn man sich ein weiteres Mal intensiv mit den einzelnen Filmen auseinandersetzt (ist auf meiner To-Do-Liste).

Captain Marvel
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Marvel-Humor

Der Humor von “Captain Marvel” ist typisch Marvel. Ein paar Seitenhiebe hier, Sarkasmus da und eine Prise zu viel des Guten. Die Kombination ist in diesem Fall besonders gut gelungen, sodass er weder zu albern – was ja viele bei “Thor – Tag der Entscheidung” bemängelt haben – noch zu trocken wirkt. Dafür sorgen vor allem Samuel L. Jackson (“Killer’s Bodyguard“, 2017), Brie Larson und Ben Mendelsohn (“Robin Hood“, 2018), der gleich in einer Art Doppelrolle auftritt. (“Was meint sie nur damit!?”)

Captain Marvel
© Marvel

Setting und Special Effects

Während es DC bekanntermaßen schwer fiel, einen buschigen Schnurrbart zu entfernen, glänzt Marvel wieder einmal mit seinen Special Effects. Jackson und Clark Gregg wieder jung machen, kein Problem! Und auch sonst erscheint “Captain Marvel” sehr lebensecht, bis auf einige wenige Ausnahmen. Die Masken der Skrulls sind etwas zu steif, sodass die Mimik etwas unnatürlich wirkt und auch der Unterschied zwischen echter und animierter Katze ist mehr als deutlich zu erkennen. Dafür sind die Aufnahmen im All sehr gut gelungen – praktisch, wenn Star Wars auch zur Familie gehört – und die Erde wurde zurück in die 1990er Jahre versetzt. Was im Übrigen für wirklich viele erheiternde Momente sorgt.

Captain Marvel
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Das Verbindungsglied

Als der erste Trailer von “Captain Marvel” erschien, dachte ich: “Wo war sie die letzten zehn Jahre?” Nach “Captain Marvel” ist mir klar, erstens wo sie war und zweitens warum sie nicht da war. Captain Marvel ist geradezu übermächtig. Wäre sie auf der Erde geblieben, hätte man die anderen Avengers gar nicht erst gebraucht. In “Avengers – Endgame” kann sie also die Power mitbringen, die den anderen gefehlt hat. Damit ist aber natürlich längst noch nicht klar, wie sich die verbleibenden Avengers aus ihrer misslichen Lage retten könnten. Es bleibt also weiterhin spannend! Hoffentlich mit mehr Nervenkitzel, als in “Captain Marvel”. Der Superheldenfilm ist durchaus unterhaltsam und gut gelungen, jedoch hinkt er im Vergleich zu manch anderem MCU-Film etwas hinterher, was vor allem am fehlenden Nervenkitzel liegt. Zudem ist das Thema “Infinity Stones” endgültig ausgelutscht. Endgame kann kommen!

“Captain Marvel” ab 07. März 2019 im Kino.

Gewinne 3×1 Fanpaket von “Captain Marvel”

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//Das Gewinnspiel ist bereits beendet. Die Gewinner wurden kontaktiert.

Gewinne 3x1 Fanpaket von Captain Marvel

4 comments

  1. Lieblingsleseplatz

    Ich freue mich nun noch viel mehr auf den Film! Eigentlich wollte ich heute schon rein, aber mein Mann ist heute in Berlin – aber Karten für morgen sind reserviert.
    Der Rucksack ist genial!!!! Ich drücke mit selbst ganz doll die Daumen für die Verlosung ❤

    Antworten

    1. Jil

      Ich wünsche Dir und Deinem Mann erstmal heute viel Spaß im Kino! Berichte doch mal, wie Dir der Film gefallen hat 🙂

      Antworten

        1. Jil

          Klasse! Das freut mich 🙂

          Antworten

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