Filmkritik: Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Filmkritik: Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Erst diese Woche ist die Neuverfilmung von “Friedhof der Kuscheltiere” bei uns in den Kinos gestartet. Kurz zuvor ist zum 30. Jubiläum auch die Original-Verfilmung von Stephen Kings Horrorklassikers als remastered Version im Einzelhandel erschienen. Doch kann der Film von Mary Lambert auch heute noch dem Publikum das Fürchten lehren!?

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Die Handlung von “Friedhof der Kuscheltiere” (1989)

Nach ihrem Umzug in ein idyllisches Haus auf dem Land ist das Leben der Familie Creed einfach perfekt … aber nicht sehr lange. Louis (Dale Midkiff) und Rachel Creed (Denise Crosby) ziehen mit ihren beiden Kindern direkt neben einen Tierfriedhof, der auf einer alten indianischen Begräbnisstätte errichtet wurde. Ihr unheimlicher neuer Nachbar Jud Crandall (Fred Gwynne) verschweigt ihnen das dunkelste Geheimnis dieses Friedhofs – bis eine Familientragödie das Mysterium zum Leben erweckt. Etwas unvorstellbar Böses ist kurz davor, wieder heraufbeschworen zu werden.

Friedhof der Kuscheltiere (1989)

Mein Fazit

Egal, wen ich auf die Original-Verfilmung von 1989 anspreche, jeder, der den Film damals im Kino gesehen hat, berichtet mir, dass er oder sie sich extrem gefürchtet hat. Ja, manche sollen sogar den Kinosaal verlassen haben, weil der “Friedhof der Kuscheltiere” einfach zu furchterregend für sie war. Dieser Horror-Faktor scheint jedoch in der heutigen Zeit etwas verflogen zu sein…

Friedhof der Kuscheltiere (1989)
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Puppen vs. CGI

In Zeiten von CGI ist der gemeine Zuschauer gewohnt, dass man den Unterschied zwischen Computer animierten Figuren und realen Personen kaum noch erkennt. 1989 war diese Technik natürlich noch längst nicht so weit und so wurden Personen, die selbst nicht so agieren können, wie das Drehbuch es vorsieht, einfach durch Puppen ersetzt. Ein Trick, der damals dennoch die gewünschte Horror-Wirkung erzielt hat, heutzutage mir persönlich jedoch fast die Tränen vor Lachen in die Augen treibt. Chucky die Mörderpuppe lässt grüßen. Dafür ist das freiliegende Gehirn von Victor Pascow (Brad Greenquist) sowie einige andere Trick aus der Make-Up-Kiste auch heute noch ernsthaft ekelerregend…

Friedhof der Kuscheltiere (1989)
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Die Story, wie sie eigentlich gedacht war

Im Gegensatz zu der Neuverfilmung hält sich das Original sehr nah an der Romanvorlage von Stephen King {Affiliate}. Zwar gibt es auch hier einige Abweichungen, wer jedoch in flotten 103 Minuten erfahren möchte, wie die Geschichte eigentlich gedacht war, ist mit der Version von Lambert gut bedient. Schließlich hat King selbst das Drehbuch zum Film geschrieben. Da die Geschehnisse eine wahre Basis haben – dazu erzähle ich euch in einem bald kommenden Spoilertalk noch mehr – ist diese Version deutlich persönlicher und vielleicht noch ein wenig mehr nachvollziehbarer für den Zuschauer.

Friedhof der Kuscheltiere (1989)
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Emotionale Katastrophenspirale

“Friedhof der Kuscheltiere” ist vor allem eine sehr emotionale Lebensgeschichte. Beide Verfilmungen machen jedoch den Fehler, dass sie sich zu wenig Zeit lassen. Louis Creed, der schließlich den wahren Horror zum Vorschein bring, tut dies nicht aus einem Bauchgefühl heraus. Er handelt aus purer Verzweiflung heraus. Die Filme lassen diese jedoch nicht wachsen, wodurch sein Handeln auf den Zuschauer überstürzt und unüberlegt wirkt. Vor allem in der Version von 1989 ist bereits zuvor klar, was passieren wird. Umso wichtiger, wäre es gewesen, dass Dale Midkiff (“Hell’s Kitty”, 2018) glaubwürdig die Hoffnungslosigkeit oder eher seine neu aufblühende Hoffnung auf die Leinwand transportiert hätte. Doch stattdessen wirkt er eher teilnahmslos und verwirrt.

Friedhof der Kuscheltiere (1989)
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten.

Ein Klassiker für Liebhaber

Ihr merkt schon, mich konnte die Version von 1989 nicht wirklich packen. Zwar hatte er auch seine gruseligen und emotional aufwühlende Momente, jedoch konnten entscheidende Szenen nicht den Effekt bei mir hervorrufen, den sie bewirken sollten. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass Liebhaber von “Friedhof der Kuscheltiere” (1989) begeistert von der Neuauflage sein werden. Die Audio- und Videoaufbereitung ist sehr gut gelungen und hat dem Film nicht seinen Kultcharakter genommen.

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