Filmkritik: Sommer '03

Filmkritik: Sommer ’03

“Sommer ’03” – Der Tod der Großmutter stürzt das Leben der Winkles ins Chaos. Vor allem die 16-jährige Jamie ist von dem Todeswunsch ihrer Oma irritiert. Ob das so eine gute Idee ist? 

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Sommer ’03”

Als Jamies (Joey King) Großmutter (June Squibb) im Krankenhaus im Sterben liegt, hat die alte Dame für die ganze Familie noch einige Geheimnisse parat, die sie vor ihrem Tod jedem einzelnen enthüllt – was bei allen Hinterbliebenen für großen Wirbel sorgt. Auch die 16-jährige Jamie, die sich ausgerechnet in dieser turbulenten Zeit zum ersten Mal so richtig verliebt, bleibt nicht verschont – als ob ein Teenager nicht schon von alleine genügend Sorgen und Probleme hat. Der Beginn eines unvergesslichen Sommers nimmt seinen Lauf…

Summer '03

Mein Fazit

Eine gelungene Coming-of-Age Komödie mit der talentierten Joey King in der Hauptrolle. Die Komödie besticht durch seine turbulente Geschichte, die zwar nah an der Realitätsgrenze kratzt, aber dennoch glaubwürdig wie eben fast aus dem wahren Leben geschrieben auf den Zuschauer wirkt. Als Teenager der 2000er habe ich mich direkt in diese Zeit zurückversetzt gefühlt und konnte so richtig mit der Protagonisten mitfühlen. Ihre Probleme, Sorgen aber auch ihren Wunsch nach Selbstständigkeit nachvollziehen.

Joey King ist Jamie Winkle

Die junge Amerikanerin ist einigen vielleicht schon vom Netflix-Film “The Kissing Both” bekannt. Auch hier spielt King ein Mädchen, dass sich zum ersten Mal richtig verliebt. Aber zurück zu “Sommer ’03”. Kings Performance sticht bei den zahlreichen Nebenfiguren deutlich heraus. Sie zeigt eine typische Teenagerin voller Zorn, Sturheit, Gefühlen und Neugierde. Trotz emotionalen Momenten, zeigt sie eine gewisse Gelassenheit, die den Film und die Figur Jamie prägt. Dadurch unterscheidet sich “Sommer ’03” geradewegs von ähnlichen Filmen. Auch wenn Jamie ihre Meinung vertritt und auch mal die Beherrschung verliert, mutiert sie niemals zu einem “Totalausfall”.

Summer '03
© Universum Film

Zu viele Baustellen

Währen der Fokus deutlich auf Jamie liegt, macht der Film jedoch viel zu viele, teilweise völlig belanglose Nebenbaustellen auf. Diese dienen zwar als Aufhänger für das ausgelöste Chaos, welches die Familie Winkle mit dem Tod der Großmutter erfährt, jedoch wirkt dies alles andere als rund. Zudem wird dadurch die eigentlich recht spannende Haupthandlung immer wieder unterbrochen, was schade und geradezu störend ist.

Summer '03
© Universum Film

In the summer of ’03

Für mich stellt “Sommer ’03” eine kleine Reise in meine eigene Teenager-Zeit in den 2000ern dar, mit genau dem richtigen Look: Beginnend beim “Urzeithandy” bis hin zur Shakira-Bluse. Meine Coming-of-Age-Geschichte zu erzählen wäre dabei jedoch wahrscheinlich nicht halb so spannend wie die von Jamie. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die ganze Handlung gerade einmal auf eine verrückte Woche erstreckt. Ganz so kurzweilig fühlt sich die Komödie jedoch nicht an. Obwohl sie mit 95 Minuten recht kurz geraten ist, stockt die Erzählung immer wieder. Chaotische Momenten werden durch ruhige, klärende Phasen unterbrochen. Dadurch verliert “Sommer ’03” an Tempo, was schade ist und dem ganzen ein wenig den Charme klaut. Ansonsten kann man sich die dennoch unterhaltende Coming-of-Age Geschichte aber gut und gerne mit Freunden  und ein paar Snack auf dem Sofa angucken.

“Sommer ’03” ab dem 26. April 2019 auf DVD und per VoD.
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