Reisebericht: Tag Australien – Hat Head National Park

Reisebericht: 6. & 7. Tag Australien – Hat Head National Park

Es ist noch dunkel. Stockdunkel… Aber nun gut, hilft ja nichts. Aufstehen, Zähne putzen, frühstücken, nochmal Zähne putzen, Geld wechseln, Waschmaschine anschmeißen, Sachen zusammenräumen, Trockner anwerfen, Camper umparken und ab auf den Byron Bay Beachside Market! Bei strahlendem Sonnenschein schauen wir uns lokale Produkte an und sind sehr traurig, dass sich so vieles unmöglich in einem Koffer zurück nach Hamburg transportieren lässt. Allerdings ich kann mich eh noch nicht dazu durchringen für Goodies Geld auszugeben. Bei all der Faszination haben wir indessen doch tatsächlich nicht einmal ein Handy oder eine Kamera gezückt, um auch nur ein einziges Foto zu machen – wie gestern eigentlich auch schon. Das spricht doch aber auch irgendwie für diesen Moment und diesen Ort. Fast schon wie Ansässige genießen wir einfach die Atmosphäre und fühlen uns schon ganz heimisch in Byron Bay.

Abschied von Byron Bay

Doch es wird Zeit sich vom Strand zu verabschieden. Dazu machen wir dann doch noch ein zwei Erinnerungsfotos, bevor es weiter zum Hat Head National Park geht. Die Ostküste geht es mit Pausen gute fünf Stunden gen Süden entlang. Vielleicht könnt ihr jetzt erahnen, warum wir uns entschieden haben, bis mittags in Byron Bay zu bleiben. Richtig, sonst hätten wir nämlich so gar nichts vom Tag gehabt. So haben wir wenigstens ein paar Sonnenstunden genießen dürfen. In Hat Head angekommen ist es bereits wieder stockfinster. Aber wir schaffen den Check-in gerade eben noch und stellen unseren Monstercamper sicher im Hat Head Holiday Park ab.

Hat Head, bist du das?

Ganz ehrlich? In Hat Head angekommen, habe ich so gar keine Ahnung, was uns hier erwartet. Die frühe Dunkelheit bescherte uns bereits auf den letzten Fahrmetern eine sehr beschränkte Sicht, sodass ich mich wirklich auf morgen freue! Jetzt bin ich aber erst einmal froh, dass die Sanitäranlagen direkt um die Ecke sind, wir unseren Camper sicher “aufgebaut” haben und die Heizung bei einem entspannten Abendessen an ist. Ich bin inzwischen zu zwei bis drei Schichten Kleidung plus Schlafsack und Decke übergegangen, um nachts nicht völlig auszukühlen. Denn obwohl wir hier teilweise tagsüber im T-Shirt und kurzer Hose herumlaufen können, wird es nachts wirklich fies kalt. Die Heizung anzulassen ist jedoch keine Alternative. Dazu macht sie viel zu viel Krach und angenehm ist die Luft, die da rauskommt auch nicht wirklich. So, jetzt noch ein paar Seiten lesen (ich lese mal wieder “Harry Potter und der Stein der Weisen”) und dann bin ich auch bereit zum Schlummern. Gute Nacht, Hat Head!

Unser Campingwagen

Ein Camp voller bunter Vögel

So möchte ich ab jetzt jeden Morgen aufwachen! Wow, hallo Hat Head, du wunderschöner Ort. Axel, der wie immer als Erster von uns seinen Popo aus dem Bett schwingt, kommt schon breit grinsend zurück in den Camper: “Das müsst ihr euch anschauen!” Na, wenn das nicht um 06:00 Uhr morgens motiviert, dann weiß ich nicht, was sonst: Vor unserem Camper und auf dem ganzen Gelände wimmelt es nur so von bunten Vögeln – also Papageien. Unseren Campnachbarn fressen die Loris oder auch Honigpapageien sogar aus der Hand! Fertig machen, Frühstücken? Das wird dabei schnell zur Nebensache.

Wo muss man denn hier hin?

Doch den wundervollen Sonnenschein, der uns heute entgegen scheint, wollen wir natürlich auch ausnutzen. Darum trennen wir uns – etwas widerwillig – von den Vögelchen und widmen uns, unseren Vorbereitungen. Es steht wieder wandern auf dem Programm. Dazu bereiten wir, oder eher Axel und Tina, einen Quinoa-Salat zum Picknick vor. Im besten Sonnenschein wird noch schnell der Camper umgeparkt, Axel und ich machen uns dann auf einen Plan der Umgebung aufzutreiben und Arne und Tina gehen zum nächsten General Store, um Plastikteller zu besorgen – die wir natürlich mehrfach benutzen werden! Nach einigem hin und her waren beide Teams erfolgreich und wir machen uns auf den Weg in den Hat Head National Park.

Korogoro Track

Die wirklich super freundlichen Mitarbeiter an unserer Rezeption haben uns eine Walks Map gegeben und uns eine Route entlang des Korogoro Tracks eingezeichnet. Über eine wunderschöne Brücke geht es über den Korogoro Creek in den Nationalpark. Über Stock und Stein genießen wir den wunderschönen Blick auf die gegenüberliegende Küste, betrachten die Flora und Fauna des Parks und halten nach allerlei Vögeln Ausschau.

Wale im Pazifischen Ozean

Apropos Ausschau, nachdem wir unsere Fähigkeiten als erfahrene Bushwalker unter Beweis gestellt haben, kommen wir schließlich am Korogoro Point an. Zunächst von dem beeindruckenden Wellenspiel abgelenkt, lassen wir unseren Blick über den Pazifischen Ozean schweifen und da sind sie: Wale! Zwar in weiter Ferne aber definitiv sichtbar! Zeit für ein Picknick mit Blick in die Ferne. Ein fantastischer Moment, den wir in aller Ruhe genießen. Danach geht es aber allmählich zurück zum Campingplatz. Eigentlich wollten wir noch zum ehemaligen Gefängnis Trial Bay Goal. Doch das ist zeitlich nicht mehr drin…

Von Hat Head nach Port Stephens

…denn es geht weiter Richtung Süden. In knappen vier Stunden Fahrt geht es von Hat Head nach Port Stephens. Hier haben wir uns in dem recht neuen Campingplatz Treescape einen Stellplatz gemietet. Wie so häufig ist es fast schon völlig dunkel, als wir ankommen. Und so stellen wir routiniert unseren Camper ab, schließen Strom und Wasser an und gehen dann – in den Pool! Der Campingplatz ist zwar noch nicht so 100 % fertig, aber der Pool ist an und warm – zumindest für die ersten paar Minuten. Egal. Es ist wundervoll. Der entspannte Abend wird dann noch von einem Possum perfektioniert, das in dem Spahäuschen herumklettert. Hilfe sind diese Tiere niedlich! Jetzt noch duschen, essen und ab ins Bettchen. Gute Nacht!

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