Reisebericht: Australien - Goodbye, Mates!

Reisebericht:
25. Tag Australien – Goodbye, Mates!

Es ist so weit. Fast vier Wochen Australien neigen sich dem Ende zu. Ich bin traurig, diesen wundervollen Kontinent verlassen zu müssen, freue mich aber auch auf mein (warmes) zu Hause. Die Reise in den Osten hat für mich schließlich doch etwas plötzlich gestartet. Wenn ihr euch zurück erinnert, habe ich schließlich noch am Tag unserer Abreise meine Masterarbeit final abgeschlossen, gedruckt und abgegeben. Eine ereignisreiche Zeit in Australien liegt jetzt hinter mir und ganz ehrlich – ich sehne mich jetzt auch nach ein wenig Entspannung und Nichtstun. Denn, das kam in diesem Urlaub natürlich etwas zu kurz. Aber so sollte es ja auch sein. Nun denn, ich freue mich auf jeden Fall auch auf eine ruhige Zeit in der schönsten Stadt der Welt – wobei Hamburg mit Sydney und Melbourne definitiv Konkurrenz bekommen hat.

Mit “P” in den Augen nach Melbourne

Bevor es aber in die Heimat geht, freuen wir uns noch auf einen letzten Tag im wunderbaren Australien. Dafür geht es zunächst von Peninsula zurück zu Axel und Tina nach Melbourne City. Mit etwas Verspätung geht die wilde Fahrt los – die schnell nur noch aus Stau und nervösen Blicken auf die Uhr besteht. Bevor wir uns nach Wilsons Prom aufgemacht haben, hatte ich ja noch in einer verzweifelten Fahrradjagd durch die Stadt, kurz vor Schließung den AVIS-Store erreicht, um dort unseren Mietwagen um einen Tag zu verlängern. Dies war jedoch nicht so einfach möglich, weshalb wir nur den Abgabeort und die Abgabezeit für zusätzliche 30,00 AUD (ca. 19,00 EUR) geändert. Aber die Zeit tickt gegen uns… Und dann das: Mitten im Stop-and-Go geht der Motor völlig unvermittelt aus. Aus Panik ihn schnell wieder anzubekommen, trete ich voll auf die Bremse. Glücklicherweise hat der Fahrer hinter mir aufgepasst – also nichts passiert. Erleichterung macht sich breit, als wir dann doch ganz entspannt gegen 09:45 Uhr bei Axel und Tina vorfahren. Wir laden das Auto aus und Tina kommt mit zur Rückgabe – falls es noch zu Problemen kommt. Doch alles super. Das Auto ist natürlich vollkommen im Ordnung – die Motoraussetzer verschweigen wir lieber – und selbst die Zusatzkosten tauchen nicht auf der Rechnung auf. Yeah!

Melbourne

Dummheit muss bestraft werden

Alles könnte so prima sein. Doch dann das. Ich schaffe es doch tatsächlich auf dem Rückweg meine myki-Card zu verlegen! Irgendwo in der Straßenbahn, auf dem Bürgersteig oder im Supermarkt muss sie mir abhandengekommen sein. Das kommt davon, wenn man sie einmal nicht dahin steckt, wo sie seit Wochen, heißt in meiner Handyhülle, nach dem Check-In wieder landet. Ganz großartig… Während Tina und Arne einen Mittagssnack für uns zubereiten – Axel ist noch arbeiten – renne ich die Gegend rund um unsere Wohnung und den Supermarkt ab. Natürlich ohne Erfolg. Der wirklich blödeste Zeitpunkt um die Karte zu verlieren… Immerhin wollen wir uns heute noch ein wenig in Melbourne bewegen. Eine neue Karte zu kaufen wäre jetzt aber auch blöd, da diese alleine schon 6,00 AUD (ca. 3,80 EUR) kostet… Böse auf mich selbst, kann ich das gute Avocado-Brot, dass die zwei zubereitet haben, nicht wirklich genießen.

Zauberhaftes Melbourne

Arne und Tina versuchen mich einfühlsam zu beruhigen und zeigen sich genügsam, in dem sie einfach mit mir quer durch die Stadt laufen (also natürlich nur durch den Innenstadtbereich – Melbourne ist schließlich riesig!). Und so erreichen wir doch noch unser Tagesziel: Dem Store of Requirement Melbourne in Collingwood. Der Store of was?! Na, der Harry Potter Store! Dieser Fanshop hat erst vor wenigen Tagen eröffnet und als absoluter Harry Potter Fan komme ich natürlich nicht um einen Besuch herum. Die Auswahl ist wirklich groß und die Preise – hoch. Schließlich wird hier fast alles aus Großbritannien importiert. Ich muss aber natürlich trotzdem etwas mitnehmen und entscheide mich für eine Überraschungs-Sammelfigur (es ist Ron!) und eine magische Trivial Pursuit-Version.

The Store of Requirement

Chai Latte, Kaffee oder doch Kakao?

In Australien ist ein großer Kampf ausgebrochen: Chai Latte vs. Kaffee. Irgendwie bin ich hier ein riesiger Chai Latte-Fan geworden, wobei auch der Kaffee hier wirklich gut schmeckt. Wenn beides gerade nicht die Geschmacksnerven trifft, wird zur heißen Schokolade gegriffen. Mit einem Heißgetränk bewaffnet, das wir uns gerade noch vor Schließung aus einem Café holen können, geht es mit Axel, den wir im Store getroffen haben, zurück nach Carlton. Dafür muss Tina jetzt ein bisschen studieren. Anstrengend, wenn man kein Urlaub hat. Zum Glück habe ich zurück in Deutschland noch 1,5 Wochen Schonfrist…

Essen, Kino, Uber

Zum bald nahenden Abschluss gehen wir, nach einer für mich natürlich siegreichen Runde Harry Potter Trival Pursuit, noch einmal ins Clyde Hotel, wo wir dann auch wieder auf Tina treffen. Auf dem Weg dahin sehen wir dann endlich nochmal ein süßes Possum hoch im Baum. Die Lauftruppe unserer Australier trifft sich im Clyde regelmäßig, um kommende und vergangene Läufe zu besprechen. Und so fühlen wir uns noch einmal fast wie Teil der Truppe. Auf Chicken Parma verzichte ich aber dieses Mal – das war einfach zu viel – dafür stoßen wir auf die Studienplatzzusage für Axel an. Anschließend geht es ins Village Cinemas Crown “Mission: Impossible – Fallout” gucken. Ein Kinobesuch im Ausland gehört für mich schließlich zum Pflichtprogramm! Und ich muss feststellen: Alles fast so wie in Deutschland. Jetzt heißt es aber wirklich so langsam Abschied nehmen. Mit einem Uber (ich habe ja keine myki-Card mehr, außerdem ist es bereits spät in der Nacht) geht es zurück nach Carlton. Also zumindest war das der Plan. Wir düsen aber erstmal in die falsche Richtung – falsches Uber. Na, toll. So kann man auch unnötig Kosten produzieren…

Tschüss, Melbourne! Tschüss, Australien!

Jetzt heißt es aber wirklich Abschied nehmen. Unser Uber holt uns um etwa 3:00 Uhr nachts bei Axel und Tina ab und fährt uns in Windeseile zum Flughafen. Mit bereits vielen anderen Passagieren warten wir darauf, dass der Check-In-Schalter endlich aufmacht und wir unsere Koffer abgeben können. Zu so später Stunde bringt das wirklich nicht so viel Spaß. Und auch das erhoffte Upgrade bleibt uns verwehrt. (Wir hatten übrigens immer mal wieder die Preise für die Business Class gecheckt – unbezahlbar!) Aber immerhin fühlt sich die Holzklasse nicht mehr so eng an wie von Dubai nach Brisbane und ein wenig Schlaf bekommen wir auch ab.

Marhaba Lounge

In Dubai ist es jetzt sechs Uhr morgens. Obwohl wir im Flugzeug schon ein kleines Frühstück bekommen haben, freuen wir uns, dass wir wieder in der Marhaba Lounge über Holiday Extras {Werbung} willkommen sind. Ich bin sogar so verrückt, dass ich mir ein Glas Weißwein gönne. So früh morgens?!? Ach, beim Reisen ist die Zeit doch eh hinfällig ;-)! Zudem genießen wir den Luxus, uns in den sanitären Anlagen ein bisschen frisch zu machen. Leider ist die Lounge etwas voll. Jedoch scheint jeder genauso erschöpft zu sein wie wir, sodass es doch verhältnismäßig ruhig ist und wir vor unserem letzten Flug nach Hause noch ein wenig Kraft schöpfen können.

Hallo, Hamburg!

Am 03. August, um 20:10 Uhr Ortszeit kommen wir endlich in Hamburg an. Unser Abholservice – danke, Lars – wartet schon auf uns und sieht doch tatsächlich, wie unser Flugzeug landet und andockt. Jetzt nur noch das Gepäck abholen und endlich zu Hause ankommen. 30 Minuten später, warten wir immer noch auf Arnes Koffer. Ich möchte schon fast die Hoffnung aufgeben, da taucht er doch noch auf. Raus aus dem Flughafen, rein ins Auto und ab in die Butze. Arne schläft heute noch eine Nacht bei mir, bevor er weiter bis nach Freiburg muss. Zeit also noch für eine Pizza und dann heißt es ab ins Lummerlummerland – von der wundervollen Reise träumen.

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