Reisebericht:
24. Tag Australien – Peninsula Hot Springs

Wilsons Prom, ich werde Dich vermissen. Auch wenn der zweite Tag im Wilsons Promontory National Park ganz schön abenteuerlich und etwas beängstigend war, habe ich diesen Ort besonders ins Herz geschlossen. Die Halbinsel mit ihren 30 verschiedenen einheimischen Tieren und seinen wundersamen Kleinklimazonen strahlt einen ganz besonderen Zauber am südlichsten Punkt des australischen Festlandes auf mich aus. Außerdem werde ich unser Airbnb mit unseren herzensguten Gastgebern vermissen. Weniger jedoch die kleine Essensauswahl ;-).

Peninsula Hot Springs

Bevor es für uns ein letztes Mal zurück nach Melbourne zu Axel und Tina geht, gönnen wir uns einen Tag Auszeit. Ähnlich wie bei meiner Islandreise, möchten wir noch ein wenig ausspannen und Kräfte tanken. Dazu geht es geschwind – wir sind wieder einmal spät dran – zu den Peninsula Hot Springs. Hier haben wir uns bereits im Voraus für jeweils 40,00 AUD (ca. 25,00 EUR) Tickets für das Bath House mit Eintritt um 11:00 Uhr gebucht. Nachdem wir nach etwas Verwirrung den Eingang gefunden haben, checken wir ein und müssen direkt feststellen – wie sollte es auch anders sein, dass wir für alles Extra zahlen müssen. Insgesamt investieren wir nur noch 5,00 AUD (ca. 3,20 EUR) für einen Spint, den wir uns teilen. Für einen Bademantel für 10,00 AUD (ca. 6,35 EUR) sind wir zu geizig, was wir aber schnell bereuen. Schließlich herrschen hier immer noch australisch, winterliche Temperaturen und wie wir schnell feststellen, sind die einzelnen Pools sehr weit auseinander. Aber, wir wollen uns mal nicht beschweren.

Bath House

Uns stehen diverse Pools mit unterschiedlichen Temperaturen zwischen 34 und 42 Grad Celsius und in verschiedenen Größen und Tiefen zur Verfügung. Mit der Bath House-Eintritt stehen uns die Bereiche Southern und Nothern Terrace sowie der Lake-Bereich, Bathing Gully und der Hilltop zur freien Verfügung. Leider ist die Fire & Ice Area, auf die ich mich eigentlich sehr gefreut habe, sowie das Amphitheater (noch?) geschlossen. Aber auch so, haben wir viel zu erkunden. Highlights sind sicherlich der Cave Pool sowie der Hilltop Pool in dem man 360 Grad über die Landschaft schauen kann. Weitestgehend schweigend genießen wir die Ruhe und lauschen zugegeben auch ein wenig, was die anderen Gästen sich so zu erzählen haben. Schon interessant, zu erfahren, wo die Menschen herkommen und was sie zu den heißen Quellen führt – darunter viele Locals, die sich einfach eine kleine Auszeit gönnen.

Hot & Cold

Die Peninsula Hot Springs haben ähnlich wie die Blaue Lagune einen therapeutischen Hintergrund. Und so “genießen” wir auch eine Fußmassage, indem wir den Reflexology Walk gleich zweimal auf- und abgehen, schwitzen im Hammam und springen nach erstem Zögern meinerseits regelmäßig in die Cold Plunge Pools, um uns abzukühlen, die Blutzirkulation anzutreiben und unser Immunsystem zu stärken. Das wunderbare Wasser der heißen Quellen haben ihre Wirkung getan: Wir fühlen uns frisch und gestärkt.

Sundowner am Rye Front Beach

Nach knappen vier Stunden verlassen wir die Peninsula Hot Springs und fahren nur knappe zehn Kilometer weiter zu unserer nächsten Unterkunft. Über Airbnb haben wir uns für 102,14 EUR das St Andrews Beach Bungalow gebucht, das auf den Fotos doch etwas großzügiger wirkt und praktikabler wirkt, als es dann tatsächlich ist. Die Spüle zum Abwaschen befindet sich zum Beispiel mit im Badezimmer, was etwas ungünstig ist. Großer Pluspunkt ist dafür der Haus- und Hofhund Penny, der uns direkt freudig bei unserer Ankunft begrüßt. Unsere Gastgeber sind gerade nicht zugegen, verraten uns aber über die App, wo wir etwas zu essen finden können. Nachdem wir unsere Sachen abgelegt und unsere nasse Kleidung aufgehängt haben, fahren wir also direkt weiter ins kleine Örtchen Rye. Im Supermarkt decken wir uns mit Lebensmitteln ein und wollen eigentlich schon wieder zurückfahren, als ein Blick auf die Uhr uns lieber verharren lässt. Heute soll es uns nämlich endlich gelingen, den Sonnenuntergang in schöner Atmosphäre zu genießen. Und dieser rückt immer näher! Daher holen wir uns einfach bei Dominos eine Pizza, setzen uns auf eine Parkbank und mampfen vor uns hin. Gegen 17:15 Uhr wird es schon merklich dunkler und so gesellen wir uns zu den illustren Angler auf den langen Steg von Rye. Ein Angeler zieht währenddessen doch tatsächlich einen kleinen Oktopus aus dem Wasser, der noch heute in der Bratpfanne landen soll. Yammy…

Ein erster Abschied

Mit dem Blick gen Westen gerichtet, sehen wir, wie die Sonne Australiens langsam untergeht. Ein Farbenspiel sondergleichen, das ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Und es fühlt sich so an, wie ein erster kleiner Abschied von Australien. Morgen bricht schließlich unser letzte Tag in Down Under an. Etwas nostalgisch bewundern wir beim Zurückgehen die Fische, die plötzlich ganz klar im Wasser zu erkennen sind und fahren schließlich zurück in unser Bungalow.

Feuer & Bücher

Fast schon wie eine Tradition machen Arne und ich, nachdem wir die Tür unserer Bungalows mit Hilfe unseres Gastgebers wieder aufbekommen haben, das Feuer in unserem Kamin an und machen es uns mit etwas zu lesen und Tee gemütlich. Wären wir mit unseren eBook-Readern nicht schon gut ausgestattet, hätte der Bungalow genügend Bücher zum Lesen vor Ort parat gehabt. Doch die Ruhe wirkt nicht lange, denn schließlich müssen wir so langsam für unsere Rückreise packen. Also, alles aus den Koffern raus und ordentlich wieder rein. Dann schließen wir ein letztes Mal in Australien unsere Augen…

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