Reisebericht: Australien - Pinguin auf Phillip Island

Reisebericht: 21. Tag Australien – Pinguine auf Phillip Island

Good Morning, Melbourne and Goodbye! Denn heute geht es wieder zu viert on Tour. Unser Ziel: Phillip Island. Und wer sich schon mal mit Melbournes Umgebung auseinandergesetzt hat, der weiß auch, was das bedeutet. Richtig, Pinguine angucken! Ich liebe Pinguine. Die sind so süß. Wie die watscheln. Hach, das wird ganz bestimmt großartig! Also, schnell frühstücken, alle Sachen im Auto verstauen und los gehts!

Alte Bekannte

Bevor es jedoch nach Phillip Island geht, treffen wir noch eine alte Bekannte und Freundin. Tina hat in ihrer Schulzeit ein Austauschjahr in Melbourne verbracht und hatte im Gegenzug auch eine Schülerin bei sich in Kaltenkirchen zu Besuch. Was muss das übrigens für ein Kulturschock gewesen sein!? Fällt mir gerade so auf. Im Vergleich: Melbourne erstreckt sich über eine Fläche von 8,830 qkm und beherbergt über 4,7 Millionen Einwohner. Kaltenkirchen ist 23,1 qkm groß und es wohnen keine 22.000 Einwohner in der Kleinstadt. Aber zurück zum Thema: Ich habe Lauren vor einigen Jahren kennengelernt, als sie Tina eines Sommers wieder besucht hat. Seitdem hat man sich über Facebook und Instagram im Auge behalten. Und so freue ich mich natürlich ungemein die Australierin auch endlich mal wiederzusehen. Dazu treffen wir uns zu fünft bei Soul Press in Mornington. Auf der gut einstündigen Fahrt zeigen uns Axel und Tina schon etwas nostalgisch, wo sie die ersten Tage in Australien verbracht haben. Sie haben nämlich zu Beginn einige Zeit bei Lauren und ihrem Mann gewohnt.

Superfood Bowls bei Soul Press

Und dann kommt sie endlich durch die Tür: Lauren! Ich freue mich wirklich die Australierin zu sehen und so beginnen wir alle direkt aufgeregt das Quatschen. Dabei vergessen wir fast, aber auch nur fast, dass wir uns ja noch unsere Superfood Bowls bestellen müssen. Was ist das schon wieder? Wagt doch mal einen Blick in die Speisekarte. Aber Vorsicht: Besser nicht mit Hunger studieren. Nachher bucht ihr noch direkt einen Flug nach Melbourne ;-). Ich entscheide mich für die Snickers Bowl und gönne mir dazu noch einen Ingwer-Shot sowie einen Latte. Wenn die Bowls – im Durchschnitt um die 14,50 AUD (ca. 9,20 EUR) – nicht so teuer wären, könnte ich diese glatt jeden Tag essen. Wahnsinnig lecker!

Soul Press

Phillip Island

Die Zeit mit Lauren ist leider viel zu kurz und die Bowls viel zu schnell leer. Doch wir müssen weiter. Die Pinguine warten und es steht uns noch gute 1,5 Stunden Fahrzeit bevor. Wir verabschieden uns also von Lauren und steigen wieder in unseren Holden Astra. Auf Phillip Island haben wir aber doch noch ein wenig Zeit. Die Pinguine tauchen stets zum Sonnenuntergang auf, was heute gegen 17:45 Uhr der Fall sein wird und so müssen wir erst gegen 16:45 Uhr am Center sein. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass wir noch gut 1,5 Stunden Zeit haben.

Maxi Mini Golf

Genug Zeit für eine Partie Minigolf bei A Maze’N Things auf Phillip Island. Für jeweils 16,00 AUD bzw. 14,00 AUD (ca. 10,15 bzw. 8,90 EUR) für Studenten, erwartet uns ein wirklich cooler Minigolfplatz, der sich durch seine riesigen Hindernisse nicht zu Unrecht Maxi Mini Golf-Kurs nennt. Leider rücken uns allerdings einige andere Spieler, die querbeet spielen, immer wieder auf die Pelle – wollen teilweise abschlagen, obwohl wir mit dem Loch noch nicht fertig sind. Nachdem wir die Kinder und die Eltern dazu mehrfach darauf hingewiesen haben, dass sie unser Spiel stören, haben sie uns auch endlich in Ruhe gelassen. Also mit Spaß weiter gespielt und zielsicher den letzten Platz eingesackt. Ächem… so viel zur Golferin. Aber ich bin ja eh der Meinung, dass es schwieriger ist, wenn man echte Bälle, vernünftige Schläger und Gras gewohnt ist. Jawohl!

Pinguin-Parade

Jetzt ist es aber endlich so weit – es geht zu den Pinguinen! Wir kaufen uns für jeweils 26,20 AUD (ca. 16,50 EUR) “General Viewing-Tickets” und schlagen das Angebot um 7,70 AUD (ca. 4,90 EUR) vergünstigte Tickets “Penguins Plus” (Normalpreis 52,50 AUD / ca. 33,30 EUR) zu kaufen aus. Mit diesen Tickets kommt man den Pinguinen in anderen Bereichen / Plattformen noch etwas näher. Interessant wäre aber dann schon wieder eher das Ticket “Underground Viewing” gewesen, wo man die Pinguine im Tunnel sehen kann. Doch die 67,50 AUD (ca. 42,80 EUR) können und wollen wir dafür gerade nicht aufbringen. Also Daumen drücken, dass wir mit dem “einfachen” Ticket auch genügend Pinguine zu sehen bekommen. Doch bis es soweit ist, müssen wir noch etwas warten und so schauen wir uns die hässlich schönen Grausamkeiten an Souvenirs an, die die Shops im Center zu bieten haben. Mit einem Heißgetränk in der Hand folgen wir dann den Trauben raus an den Strand. Und wie sollte es auch anders sein, inzwischen regnet es wieder in Strömen. Da hilft auch unsere Regenkleidung, die wir vorhin im Auto noch übergezogen haben, auch nicht mehr. Na ja, nur die Harten kommen in den Garten bzw. zu den Pinguinen. Ein paar Taschentücher auf die nassen Bänke – warum auch immer – und dann heißt es auf die Zwergpinguine warten. Da die Pinguine auf gar keinen Fall mit Blitzlicht gestört werden sollen, wir haben uns bei der Rangerin informiert, darf bei Dunkelheit nicht mehr fotografiert werden. Doch wir haben unfassbares Glück! Die ersten Zwergpinguine trudeln bereits zur Dämmerung – vor der Verbotsdurchsage – ein. Und so können wir bzw. Arne tatsächlich ein paar Fotos als Andenken schießen.

Pinguin-Parade auf Phillip Island

Gemeinsam sind wir stark

So niedlich! Die Zwergpinguine kommen in Grüppchen nach einem Tag des Jagens am Strand an und wagen dann den Weg zu ihren Höhlen – gemeinsam. Verliert einer den Anschluss, wartet er auf die nächste Gruppe. Besonders angsteinflößend sind dabei sicherlich die vielen Möwen, die hoffen von den Touristen gefüttert zu werden. Aber nach und nach finden alle Pinguine ihren Weg zurück. Nach gut zwei Stunden halten wir es nicht länger aus und machen uns zurück zum Auto. Dann die Überraschung, die uns gar nicht so bewusst war. Die kleinen Nester der Pinguine befinden sich in den Sanddünen entlang des Boardwalks, der zurück zum Center führt. Wir können als sehen wie die mit einer Größe von nur 33 cm kleinsten Pinguine der Welt sich hier ihren Weg bahnen und sich gut genährt in ihren Nestern zurückziehen. 4.000 Tiere sollen am Summerland Beach ihr Zuhause haben. Wäre das Wetter besser, könnten wir hier noch ewig verweilen. Doch wir sind nass und frieren. Also ab in unser Heim für die Nacht.

Coles oder Pizza?

Völlig durchgefroren kommen wir in unserer Unterkunft in Cowes an. Wir haben uns zu viert wieder über AirBnB eine ganze Unterkunft mit Self-Check-In für 109,00 EUR gebucht. Das The Nautical Mile Beach House hat drei Schlafzimmer, ein Bad und einen riesigen Wohnraum mit integrierter Küche. Was uns als Erstes jedoch interessiert ist: Wie gehen die Heizkörper an!? Ich flitze allen voraus und drehe alles auf, was ich finden kann. In der Zwischenzeit haben die anderen auch die Wäscheständer gefunden und so wackeln wir uns aus unserer nassen Kleidung, hängen diese auf und schlüpfen in etwas Bequemes. Jetzt müssten wir eigentlich noch zu Coles Abendessen kaufen. Doch so wirklich bewegen mag sich keiner mehr. Und so bestellen wir kurzerhand bei Xpress Gourmet Pizza. Die Pizzen klingen alle so gut, dass wir uns jeweils zu zweit zwei unterschiedlichen Pizzen für jeweils rund 20,00 AUD (ca. 12,70 EUR) teilen. Und wir haben recht – lecker, lecker, lecker! Mit dem Halbfinale von Ninja Warriors Australia, Pizza und anschließend noch ein paar Sketchen von Mr. Bean – die DVD gehört zum Inventar – den Abend ausklingen lassen – perfekt! Fix und fertig verabschiede ich mich etwas früher vom Rest der Truppe und genieße die Ruhe in meinem Einzelzimmer. Herrlich! Doch schon bald fallen mir die Augen zu und die kleinen Pinguine hüpfen durch meine Träume.

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