Filmkritik: Maleficent - Mächte der Finsternis

Filmkritik:
Maleficent – Mächte der Finsternis

“Maleficent – Mächte der Finsternis” erzählt erstmals, wie es nach der Rettung Dornröschens weiter geht. Ein spannende und nervenaufreibende Geschichte – wenn der Film nicht direkt in der ersten Viertelstunde verraten würde, wo der Hase hinläuft…

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Maleficent – Mächte der Finsternis”

Als Prinz Philipp (Harris Dickinson) um Auroras (Elle Fanning) Hand anhält, wird die komplexe Beziehung zwischen Maleficent (Angelina Jolie) und der erwachsenen Aurora auf eine harte Probe gestellt. Die bevorstehende Hochzeit, die das Königreich Ulstead mit dem magischen Reich der Moore endlich friedlich vereinen soll, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der alte Groll zwischen den Menschen und den Feen noch nicht vollständig vergessen ist. Mit dem plötzlichen Auftauchen einer neuen, unheimlichen Macht, finden sich Maleficent und Aurora unweigerlich auf verschiedenen Seiten eines großen Konflikts wider. Schon bald drohen die geknüpften Familienbande zu zerreißen…

Maleficent - Mächte der Finsternis

Mein Fazit

Als Disney 2014 mit “Maleficent – Die dunkle Fee” die wahre Geschichte vom sagenumwobenen Märchen rund um Dornröschen erzählt hat, ist es den Filmemachern gelungen eine richtig spannende und emotional bindende Version zu kreieren. Fünf Jahre später erfahren wir nun, wie Maleficents guter Ruf erneut zerstört wird. Der perfekte Ansatz für eine nervenaufreibende Fortführung mit einem neuen Fokus auf die dunkle Fee! Doch leider kann Joachim Rønning (“Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“, 2017), der Robert Stromberg (“Maleficent – Die dunkle Fee“, 2014) als Regisseur abgelöst hat, diese Erwartungen nicht wirklich erfüllen.

Maleficent vs. Aurora

Denn leider liegt der Fokus nicht länger auf Maleficent, sondern auf der heiratswilligen Aurora. Im Gegensatz zu der dunklen Fee, ist die Königen von Ulstead jedoch eine furchtbar langweilige Person, auch wenn Elle Fanning (“Mary Shelly”, 2017) sich sichtlich Mühe gibt, ihr ein wenig Leben und Charaktertiefe einzuhauchen. Doch gegen Angelina Jolies (“Salt”, 2010) erneut herausragende Performance als Maleficent kommen die anderen Darsteller kaum an. Selbst eine Michelle Pfeiffer (“Ant-Man and the Wasp“, 2018) als Königin Ingrith verblasst im unmittelbaren Vergleich. Dennoch hat sie neben Jolie noch die größte Ausdrucksstärke. Auch im Gedächtnis bleiben die Feen Borra gespielt von Ed Skrein (“Deadpool“, 2016) und Conall der von Chiwetel Ejiofor (“Maria Magdalena“, 2018) verkörpert wird, die aber eher durch ihre optischen Reize und starken Gesichtsausdrücken glänzen als wirklich die Geschichte voranzutreiben.

Maleficent - Mächte der Finsternis
© Disney

“Mächte der Finsternis”

Egal, ob der deutsche oder der englische Titel (“Mistress of Evil”), so wirklich trifft er den Inhalt des Fantasyfilms nicht. Allenfalls sorgt der Titel für etwas Verwirrung beziehungsweise Irreführung. Was also durchaus ein geschickter Schachzug hätte sein können, erübrigt sich nach gut fünfzehn Minuten Laufzeit. Leider verrät “Maleficent – Mächte der Finsternis” nämlich bereits in der (nagelt mich nicht auf eine ganze genaue Zeitangabe fest) ersten halben Stunde, wer der tatsächliche Bösewicht der Geschichte ist. Und zwar nicht subtil, geheimnisvoll, andeutend. Nein, geradeheraus und völlig unverblümt. Das ist wirklich extrem schade, da so jegliche Spannung herausgenommen wird.

Maleficent - Mächte der Finsternis
© Disney

Optisches Feuerwerk

Zugegeben, in Sachen Animation hat der zweite Teil der Reihe nicht wirklich dazugelernt. Zwar mögen die Figuren vielleicht etwas detailreicher sein, jedoch erkennt man auf den ersten Blick keinen Unterschied. Und so wirken die magischen Geschöpfe aus dem Königreich Ulstead genauso unwirklich, wie schon in Teil eins. Dafür setzt “Maleficent – Mächte der Finsternis” auf neue, niedliche Wegbegleiter, die aber auch eher für “Awwwws” sorgen, als eine tragende Rolle zu spielen. Überhaupt sind die Handlungsweisen und Sinneswandlungen der ein oder anderen Figur eher flapsig als gut durchdacht. Optisch überzeugend sind dafür die großartigen Kostüme und die Make-Ups der Feen, die überraschend vielfältiger sind, als man zunächst annehmen mag. Insgesamt zeigt sich jedoch ein wahrliche bildgewaltige Märchenabenteuer.

Maleficent - Mächte der Finsternis
© Disney

Krieg vs. Frieden

Apropos gewaltig: In “Maleficent – Mächte der Finsternis” geht es ordentlich zur Sache. Denn wo zunächst mit der Hochzeit von Aurora und Philipp Frieden zwischen den zwei Königreichen herbeigeführt werden sollte, droht auf einer anderen Front ein Krieg auszubrechen. Entsprechend ist die Fortführung des Märchens nicht unbedingt finsterer als der erste Teil, aber definitiv brutaler und actionreicher. Alles in allem hat “Maleficent – Mächte der Finsternis” durchaus seine Reize, kann jedoch durch den fehlenden Nervenkitzel nicht gänzlich überzeugen. Bei einer jüngeren Zielgruppe kann der Film aber sicherlich, alleine schon durch seine actionreiche aber auch aufgrund seiner magischen Elemente besser ziehen. Versöhnlich stimmt indessen das Ende, dem es doch noch gelingt, den Zuschauer emotional abzuholen und ihn mit einer Hommage an Disneys Original beglückt.

“Maleficent – Mächte der Finsternis” ab 17. Oktober 2019 im Kino.

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Maleficent - Mächte der Finsternis

One comment

  1. b
    Birgit

    Was für ein tolles Fanpaket! Allein schon wegen der Hörner wäre ein Gewinn einfach super!

    Liebe Grüße,
    Birgit

    Antworten

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