Filmkritik: Zombieland - Doppelt hält besser

Filmkritik:
Zombieland – Doppelt hält besser

“Zombieland – Doppelt hält besser” knüpft perfekt an seinen Vorgänger von 2009 an. Look, Action, Humor, Zombies – alles on fleek! Kultstatus? Vorprogrammiert!

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Zombieland – Doppelt hält besser”

Zehn Jahre in Zombieland sind vergangen. Zehn Jahre, in denen Tallahassee (Woody Harrelson), Columbus (Jesse Eisenberg), Wichita (Emma Stone) und Little Rock (Abigail Breslin) sich gemeinsam durch die USA geschlagen haben, bis sie schließen im Weißen Haus ein permanentes Zuhause gefunden haben. Trotz der ständigen Bedrohung durch immer neue Zombie-Arten geht es ihnen besser denn je. Doch die wachsenden Probleme innerhalb der schrägen Zombiekillerfamilie nehmen zu. Chaos vorprogrammiert.

Zombieland - Doppelt hält besser

Mein Fazit

Ist “Zombieland” wirklich schon zehn Jahre alt!? Wenn man in die Gesichter von Woody Harrelson (“Solo – A Star Wars Story“, 2018), Jesse Eisenberg (“Batman v Superman – Dawn of Justice“, 2016) und Emma Stone (“Battle of the Sexes – Gegen jede Regel“, 2017) sieht, dann kann man es kaum glauben, das wirklich eine so große Zeitspanne zwischen den zwei Teilen liegt. Einzig die inzwischen 23-jährige Abigail Breslin (“Beim Leben meiner Schwester”, 2009) beweist, dass der Film nicht direkt im Anschluss gedreht wurde. Denn nicht nur die Schauspieler haben sich, bis auf Breslin, kaum verändert, sondern auch die Tonalität, der Look, die Action und der Humor von “Zombieland – Doppelt hält besser” schließen 1:1 an seinen Vorgänger an.

Noch ein Sequel?

Zugegeben, der Markt ist zurzeit überflutet von Fortsetzungen, die teilweise auch eher unnötig als gewollt sind. “Zombieland – Doppelt hält besser” gehört aber definitiv nicht dazu! Als Klassiker im DVD- und Blu-ray Regal hat “Zombieland” schon lange Kultstatus erreicht. Und der zweite Teil hat definitiv die Chance sich dazuzugesellen. Denn ausgerechnet dieses lange Pause macht den Charme von “Zombieland – Doppelt hält besser” aus, womit er genau zur richtigen Zeit erscheint. Wäre er, sagen wir mal, nur zwei Jahre nach Teil eins erschienen, wären seine Aussichten auf Erfolg vielleicht nicht so groß gewesen. Doch so kann er in vielen Bereichen extra Punkte sammeln.

Zombieland - Doppelt hält besser
© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

10 Jahre später

Denn das große Thema ist und bleibt, dass der Film einfach zehn Jahre nach dem ersten Teil produziert wurde und so unfassbar gut anschließt, wie es eben nur möglich ist. Damit dies möglich war, haben die Filmproduzenten auf dieselben Schauspieler und auch in tragenden Rollen auf das alte Team gesetzt. So ist zum Beispiel Regisseur Ruben Fleischer (“Venom”, 2018) genauso wie die Drehbuchautoren Paul Wernick (“Deadpool“, 2016) und Rhett Reese (“Deadpool 2“, 2018) wieder mit von der Partie. Die Zuschauer können sich also auf den gleiche scharfzüngige, sarkastischen Humor und die ebenso schonungslose Action inklusive Close-Ups der Auswirkungen freuen, die sie schon aus dem ersten Teil kennen.

Zombieland - Doppelt hält besser
© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Love, Peace & Harmony

Was liegt in einer Welt voll Killerzombies näher als der Wunsch nach Liebe, Frieden und Harmonie!? Das haben sich wohl auch die Filmemacher gedacht und mit diesen Leitwünsche eine auch inhaltlich sinnige Fortsetzung der Geschichte voll Drama, Hoffnung und Selbstironie geschaffen. Wer jetzt aber denkt, dass “Zombieland – Doppelt hält besser” ins Schnulzige abdriften könnte, der kennt die Charaktere wohl nicht ganz so gut, wie ihre Erschaffer sie kennen. Macht euch auf die ein oder andere herrliche komische und manchmal auch etwas dämliche Überraschung gefasst.

Zombieland - Doppelt hält besser
© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Wir sehen uns in 10 Jahren wieder – hoffentlich

Ganz ehrlich, ich freue mich jetzt schon darauf, wenn in zehn Jahren Teil drei von “Zombieland” folgt. Zumindest würde ich mir das nach “Doppelt hält besser” definitiv wünschen. Die Fortsetzung ist so gut gelungen, dass der “Zombieland”-Hype in mir auf jeden Fall wieder zum Leben erweckt wurde. Ich habe das Prequel schon unzählige Male gesehen und freue mich schon darauf, wenn ich die zwei Filme direkt hintereinander gucken kann. Wenn ich mich an einer Sache jedoch stören möchte, dann ist es die, dass ich mich ernsthaft frage, wo die ganzen Mädels immer noch ihre ganzen Haarpodukte herbekommen. Für meinen Geschmack gab es hier definitiv zu viele perfekt gefärbte und gestylte Haarschöpfe, die in diesem immer noch vorherrschenden Ausnahmezustand so bestimmt in Wirklichkeit nicht möglich wären. Mal sehen, wie die Welt 20 Jahre nach dem Ausbruch aussieht. Ich hoffe, wir bekommen es zu sehen.

“Zombieland – Doppelt hält besser” ab 07. November 2019 im Kino.

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