Filmkritik: Yesterday

Filmkritik & Gewinnspiel:
Yesterday

In “Yesterday” bringt ein gescheiterter Künstler der Welt die Musik der Beatles und vieler anderer Künstler zurück. Aber was ist eigentlich aus den anderen Dingen, die von der Bildfläche verschwunden sind? Fragen über Fragen.

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Yesterday”

Jack Malik (Himesh Patel) ist ein gescheiterter Singer-Songwriter. Nur seine Jugendfreundin Ellie (Lily James) glaubt unerschütterlich an ihn. Seinen Traum vom großen Durchbruch hat Jack längst begraben. Doch das war gestern! Während eines mysteriösen weltweiten Stromausfalls wird er von einem Bus angefahren – und als er wieder zu Bewusstsein kommt, ist er der einzige Mensch, der sich an die Beatles erinnert! Mit den Songs der berühmtesten Band der Welt verzaubert Jack schnell sein ahnungsloses Publikum und wird über Nacht zum Superstar. Aber was nützt ihm all der Ruhm, wenn das, was er liebt, zurückbleibt? Um Ellie nicht zu verlieren, muss Jack erkennen, wo er hingehört …

"Yesterday"

Mein Fazit

Eine Karriere mit den Welthits anderer machen? Ob das funktionieren kann? Und ist das nicht eher verwerflich als erstrebenswert? Diese Fragen stellt sich in “Yesterday” Jack Malik und trifft für sich eine Entscheidung: Er bringt die vergessen Lieder der Welt zurück. Denn schließlich geht es in diesem Film doch um etwas mehr, als die aufstrebende Karriere eines einst gescheiterten Musikers.

Was wäre die Welt ohne die Beatles?

Doch die Beatles ist nicht die einzige Band, die wie vom Erdboden verschwunden sind. In seiner Google-Recherche und im Austausch mit anderen stößt Malik auf immer mehr Künstler, Titel aber auch Gegenstände, die die Welt nicht mehr kennt. Und hier fängt ein wenig das Problem des Films an. Denn früher oder später stellt man sich als Zuschauer die Frage, was dieser Film einen eigentlich vermitteln möchte. Malik sorgt mit seiner Arbeit dafür, dass Meisterwerke der Musik wieder neu zum Leben erweckt werden. Das ist natürlich positiv, sodass man denke könnte, das es eben darum geht – etwas Vergessenes zurückzubringen, der Menschheit erneut zu schenken. Auf der anderen Seite sind eher negative Dinge, wie zum Beispiel Zigaretten verschwunden, was ich als wiederum positiv bewerten würde. Ganz furchtbar ist auch, dass die Geschichten von “Harry Potter” nie geschrieben wurden. Und ich bezweifle sehr stark, dass Malik die Bücher rekonstruieren kann…

Yesterday
© 2019 Universal Pictures

Die moderne Musikindustrie

Eine interessante Facette des Films wiederum ist die Betrachtung der modernen Musikindustrie. Malik erweckt, obwohl er noch vor der Smartphone-Zeit spielt, innerhalb kürzester Zeit große Aufmerksamkeit mit seinen Lieder. Als Solo-Writer wird er von seinen Produzenten gepusht, seine Titel überarbeitet und ihm Dinge vorgesetzt. Dies verdeutlicht, wie dem Künstler “seine” Kreativität geraubt wird und wie monetär die Industrie ausgerichtet ist. Wenn aus “Hey Jude” dank Ed Sheeran zu “Hey Dude” wird, ist das schon ein deutliches Zeichen. Und das, obwohl Sheeran anerkennt, dass Malik herausragende Songs schreibt. An diesen Stellen ist “Yesterday” jedoch durchaus sehr amüsant. Schließlich wirkt Hauptdarsteller Himesh Patel dabei genauso verwirrt und teilweise entsetzt wie das Publikum, sodass man schon fast schelmisch mit ihm Schmunzeln muss.

Yesterday
© 2019 Universal Pictures

Eine Romanze

Ein großer Part von “Yesterday” nimmt auch die von Anfang an ersichtliche Liebesgeschichte zwischen Malik und seiner Jugendfreundin und ehemaliger Managerin Ellie Appleton ein. Dabei ist dieser Zweig des Films wie aus einem Romanzen-Einmal-Eins in den Film eingewoben worden. Und zwar so stark, dass er teilweise zu sehr dominiert. Oder handelt es sich bei “Yesterday” doch um eine klassische Romanze, die nur mit ein wenig Musik aufgemischt wurde?

Yesterday
© 2019 Universal Pictures

Bis zum Ende konsequent

Letztlich ist “Yesterday” ein lustiger und fantasievoller Film mit großartiger Musik, der sein Potenzial jedoch leider nicht vollends ausgeschöpft hat. Dies liegt vor allem daran, da er sich einfach nicht entscheiden, was für ein Film er nun sein möchte und welche Geschichte im Fokus stehen soll. Schauspielerisch machen alle Darsteller dennoch einen guten Job, weshalb er sich sehr nachvollziehbar anfühlt. Vor allem Patel verkörpert die Höhen und Tiefen des Werdegangs seiner Figur mit viel Authentizität. Hoch anrechnen muss man den Film auch, dass er in seinem Sein konsequent bleibt. Dadurch wartet man als Zuschauer jedoch vergebens auf einen größeren Wendepunkt, weshalb sich das Anschauen auch etwas unbefriedigend anfühlen kann. Für alle Beatles-Liebhaber, die gerne ihre Lieder auch im neuen Gewandt hören mögen, ist “Yesterday” aber definitiv die richtige Wahl. Ein Film zum Mitsingen inklusive Ohrwurmgarantie.

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Yesterday
© 2019 Universal Pictures

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Gewinnspiel Yesterday

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