Serienkritik: Catherine the Great

Serienkritik & Gewinnspiel:
Catherine the Great

“Catherine the Great” erzählt die Geschichte der letzten Alleinherrscherin des russischen Reiches. Aber ob vier Folgen reichen die wichtigsten Punkte zu erzählen und die richtigen Schwerpunkte zu setzen?

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Catherine the Great”

Nach der geplanten Ermordung ihres eigenen Ehemannes wird Katharina (Helen Mirren) die neue Zarin von Russland. Doch auch als mächtigste Frau Russlands kann sie niemanden vertrauen: Ihr Langzeitliebhaber fordert den öffentlichen Status eines Ehemannes, ihr ungeliebter Sohn Paul versucht seinen Thronanspruch geltend zu machen und selbst der ehemalige Kinds-Zar Ivan VI führt eine Verschwörung gegen sie an.

Doch Katharina behält trotz allen Widersachern die Nerven, denn schließlich beherrscht sie das Spiel um Macht besser als jeder Mann. Als der attraktive Leutnant Grigory Potemkin (Jason Clarke) am Hof von St. Petersburg auftaucht und ihr Vertrauter wird, beginnen die beiden eine leidenschaftliche Affäre und Katharina merkt schnell, dass sie mit Potemkin auch einen wichtigen Partner für die politische und militärische Zukunft Russlands gefunden hat. Mit seiner Hilfe führt die Zarin ihr Land ins 18. Jahrhundert und entwickelt es zu einer europäischen Großmacht.

Catherine the Great

Mein Fazit

Ich liebe Historiendramen, bei denen man noch etwas lernt! Die Miniserie “Catherine the Great” beschäftigt sich mit der Geschichte von (im Deutschen) Katharina der Großen, die im späten 18. Jahrhundert Russland regierte und als einzige Herrscherin den Beinamen “die Große” in der Geschichtsschreibung verliehen bekommen hat. Die gebürtige deutsche Prinzessin hat sich dafür eingesetzt den Einfluss Russlands in Europa zu stärken. Zu ihren politischen Erfolgen zählt auch die Trennung der Krim von der Türkei und seiner Zuführung zu Russland. All dies wird in der Miniserie thematisiert. Aber auch die Liebschafte der Zarin nehmen einen großen Stellenwert ein.

Krieg & Liebe

Katharina die Große ist bekannt für ihre zahlreichen Liebhaber, für die sie von der Gesellschaft verurteilt wurde, währen ihre männliche Fürsten für ihre jungen, schönen Mätressen bewundert wurden. Im Fokus der Geschichte steht vor allem die Beziehung zu Grigory Potemkin, den die Zarin sogar heimlich geheiratet haben soll. Dieser Liebschaft stellt die Miniserie jedoch dermaßen in den Fokus, sodass die politischen Errungenschaften etwas in den Hintergrund geraten und eher als roter Faden die Komplikationen der Liebschaft begleiten. Aus diesem Grund gerät ihr Ehrgeiz, ihre Intelligenz und ihr außenpolitischer Einsatz für das russische Reich etwas in den Hintergrund. Ihre innenpolitischen Ziele, die sie als junge Frau verfolgt und nie erreicht hat, werden auch nur in wenigen Nebensätzen aufgegriffen. Auch leidet die Miniserie an einigen historischen Schwächen bzw. Ungenauigkeiten, die zwar der Dramaturgie dienen, aber nicht zwingend nachvollziehbar sind.

Catherine the Great
© Edel Germany GmbH

Die Hauptdarsteller

Helen Mirren (“Der Nussknacker und die vier Reiche“, 2018) ist eine fantastische Schauspielerin, jedoch als Katharina nicht unbedingt die beste Besetzung. Mit inzwischen 74 Jahren ist Mirren älter als die russische Zarin zum Zeitpunkt ihres Todes. In der ersten Folge ist die Zarin in ihren 30ern und obwohl die Filmemacher ein tolles Make-up gezaubert und damit Mirren deutlich verjüngt haben, kann man sich als Zuschauer nicht in diesem hohen Maße von ihrem tatsächlichen Alter trennen. Dies liegt natürlich vor allem daran, dass Mirren als Oscar-Preisträgerin sehr bekannt ist. Hinzukommt, dass ihr etwas an der Stärke fehlt, die Katharina die Große hat mit sich bringen müssen und sie auch die erotische Leidenschaft nicht wirklich ausstrahlt. Während die erste Folge noch sehr viel Sex mit sich bringt, kann man auf Sexszenen mit Mirren lange warten. Da der Fokus ja aber wie bereits erwähnt sehr stark auf den Liebschaften der Zarin liegt, fühlt sich dies nicht ganz ausgeglichen an.

Catherine the Great
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Jason Clarke (“Friedhof der Kuscheltiere“, 2019) im Gegensatz ist eine fantastische Besetzung, die Dank Make-up natürlich und entsprechend der Erzählung altert. Emotional verkörpert er seine Rolle als Grigory Potemkin in vollen Zügen. Dennoch ein Problem bleibt: Es besteht einfach keine glaubhafte Chemie zwischen Clarke und Mirren. Auch hier mag es teilweise daran liegen, dass man mit den Darstellern vertraut ist und man sich nur schwer vorstellen kann, dass eine sexuelle Leidenschaft zwischen den zwei entbrennen kann, die eine dermaßen enge Beziehung trägt.

Catherine the Great
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Setting, Kostüme & Make-up

Die ganze Optik von “Catherine the Great” hingegen ist fantastisch. Das Schloss, die Kostüme und das Make-up sitzen perfekt und schaffen eine glaubwürdige Kulisse. Das ganze Setting inklusive der großartigen Aufnahmen führen den Zuschauer zurück ins 18. Jahrhundert. Einzig, einige Szenen abseits des Schlosses lässt die Illusion durch den deutlichen Greenscreen-Einsatz etwas verblassen. Und natürlich sind die handelnden Person wieder einmal viel zu gepflegt für die damalige Zeit. Aber das ist ja nichts Neues.

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Wer war Katharina die Große?

“Catherine the Great” beleuchtet nur einige wenige aber entscheidende Ereignisse im Leben von Katharina der Großen. Trotz der großen Zeitsprünge kann der Zuschauer diesen gut folgen. Der immer währende Konflikt mit Katharinas Sohn Prinz Paul (Joseph Quinn) sowie die Beziehung zu Potemkin unterstützen dies. Allerdings fällt es etwas schwer sich in die Figuren genauer hineinzuversetzen. Ich persönlich habe erst ab etwa Mitte der dritten Folge einen richtigen Bezug aufbauen können. Bei vier Folgen ist dies etwas spät, weshalb auch die Spannung nur spärlich aufgebaut wird. Ein, zwei Folgen mehr hätten der Miniserie in diesem Bezug sicherlich gutgetan. Insgesamt hat “Catherine the Great” daher mit einigen Schwächen zu kämpfen. Dennoch ist sie vor allem optisch wundervoll anzusehen und macht neugierig auf mehr. Sie weckt das Interesse an der Geschichte, sodass man sich im Nachhinein gerne genauer über die historischen Figuren informiert. Ein lehrreiches Historiendrama über die letzte Herrscherin Russlands.

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Catherine the Great
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