Filmkritik: A Toy Story - Alles hört auf kein Kommando

Filmkritik:
A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando

Mit “A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando” stürmen Woody, Buzz und Co. erneut in einem actionreichen Abenteuer über die Leinwand. Die Freunde haben mit Bonnie eine neue, liebevolle Besitzerin gefunden. Alles könnte perfekt sein. Doch Bonnies neues Lieblingsspielzeug Forky bringt alles durcheinander…

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Die Handlung von “A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando”

Als Woody, Buzz und die anderen Spielzeuge mit Bonnie und ihrem neuen Bastelprojekt Forky in den Urlaub fahren, beginnt für sie ein wahnwitziges Abenteuer, auf dem sie nicht nur einer Reihe schräger Charaktere begegnen, sondern auch einen lang verlorenen Freund wiederfinden! Als Forky, der sich immer noch als Abfall und nicht als Spielzeug sieht, verloren geht, beginnt eine waghalsige Rettungsmission, die den Spielzeugen alles abverlangt. Können sie Forky zurück zu Bonnie bringen? Oder stürzt er sich für immer in den Abfall?

A Toy Story - Alles hört auf kein Kommando

Mein Fazit

Noch ein Toy Story-Film? Ja, mit “A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando” gehen die Spielzeuge in eine vierte Runde. Aber so wirklich nach “Toy Story” fühlt sich der Film inzwischen nicht mehr an und das, obwohl wir es größtenteils immer noch mit den gleichen Weggefährten zu tut hat. Doch, schon längst sind die Zeiten, in denen Woody und Buzz Lightyear um den Vorstand der Spielzeugclique gekämpft haben, vorbei. Andy ist inzwischen erwachsen und Neubesitzerin Bonnie hat schnell nur Augen für ihr neuestes Spielzeug: Forky. Und nun? Ist der Animationsfilm ein Flopp? Oder kann er trotzdem gut unterhalten?

“A Toy Story”

Selten lobe ich mal einen deutschen Filmtitel, aber im Gegensatz zum Originaltitel, der lediglich “Toy Story 4” heißt, setzt der Deutsche mit dem kleinen, aber einfachen “A” ein wichtiges Statement, das mich persönlich direkt beruhigt hat. Denn genau hier wird deutlich, dass sich der Animationsfilm von seinen Anfängen entfernt. Genauso wie “Solo – A Star Wars Story” gehört der Film zwar in das jeweilige “Universum”, gehört jedoch nicht zwingend zur Grundstory. Denn, obwohl im Kern des Films immer noch unser altbekannter Cowboy steht, ist der Handlungsstrang inzwischen so weit von der Hauptstory entfernt, dass sie damit nur noch im Ansatz etwas mit ihr zutun hat. Spannend dabei ist jedoch, dass alte Figuren unerwartet zurückkehren und mit ihrem Auftauchen die Basis für eine ganze neue Reihe bilden könnte. Erwartet uns also vielleicht sogar eine zweite Trilogie?

A Toy Story - Alles hört auf kein Kommando
© Disney•Pixa

Raus aus dem Kinderzimmer

In “A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando” begeben sich die Spielzeuge wieder einmal auf ein waghalsiges Abenteuer, fern ab vom heimatlichen Kinderzimmer. Im Fokus steht auch hier wieder der Zusammenhalt der Truppe, Freundschaft, Mut und die Liebe zu ihrem Kind. Schließlich ist Bonnie und ihre Fröhlichkeit das wichtigste für ihre Spielzeuge. Doch nicht jedes Spielzeug hat das Glück eine Bonnie zu haben. Ihren größten Gegner finden Woody und Co. nämlich dieses Mal in Gabby Gabby. Einer ungeliebten Puppe in einem verstaubten Second Hand-Laden und kaputten Sprachmodul. Auf der Suche nach ihrer persönlichen Glückseligkeit ist ihr jedes Mittel recht. Aber ist sie wirklich so böse und egoistisch wie sie tut?

A Toy Story - Alles hört auf kein Kommando
© Disney•Pixa

Düstere & lustige Gesellen

Aber was wäre ein Toy Story-Film auch ohne seine etwas düsteren Figuren? Zwar kann keine Figur die wirklich schaurigen “Spielzeuge” des Nachbarjungens Sid von Teil eins übertrumpfen, aber Gabby Gabbys Handlanger in Form von Bauchrednerpuppen sind auch nicht ohne. Neben diesen creepy Figuren schließen sich aber natürlich auch wieder neue lustige Gesellen der Truppe an. Vor allem Ducky und Bunny bringen wieder etwas mehr Leichtigkeit in den Animationsfilm und sorgen für gute Laune. Ihre Tagträume, wie sie das ein oder andere Hindernis überwinden könnten, sind wirklich sehr witzig – allerdings auch tendenziell etwas brutal.

A Toy Story - Alles hört auf kein Kommando
© Disney•Pixa

Ein wildes Spielzeugabentauer

“A Toy Story – Alles hört auf kein Kommando” sorgt schon wie seine Vorgänger für gute Unterhaltung bei Groß und Klein. Es setzt auf bewehrte Elemente, vermittelt wichtige Werte und bringt auch Neues mit sich. Gerade das neue Setting rund um Bonnie sowie die Grundstory der Urlaubsreise sorgen dafür, dass sich der Film von Disney und Pixar nicht wie einer Wiederholung anfühlt. Weiter merkt der Zuschauer, dass die Spielzeuge im Laufe der Zeit “erwachsener” geworden sind und erkannt haben, was wirklich wichtig ist, aber auch dafür einstehen eigene Wege zu gehen. Wie bereits erwähnt führt all dies dazu, dass sich der Film von der ursprünglichen Trilogie entfernt hat. Auch dessen Ausgang spricht dafür, dass (A) Toy Story zu neuen Ufern aufbrechen könnte…

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