Filmkritik: Midway - Für die Freiheit

Filmkritik: “Midway – Für die Freiheit”

In “Midway – Für die Freiheit” inszeniert Roland Emmerich bildgewaltig und actionreich die Schlacht um Midway. Ein Muss für jeden Fan historischer Filme!

4 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Midway – Für die Freiheit”

Pazifik, 4. bis 7. Juni 1942: Demokratie und Freiheit stehen auf dem Spiel, als es nach dem Angriff auf Pearl Harbor bei den abgelegenen Midwayinseln zu einem entscheidenden Aufeinandertreffen kommt, bei dem die zahlenmäßig geschwächte US-amerikanische Marine und Luftwaffe allen Widrigkeiten trotzt, um sich einem in jeder Hinsicht überlegenen Gegner zu stellen. Mit Mut, außergewöhnlicher Entschlossenheit und historisch beispielloser Gefechtskunst konfrontieren sie die Kaiserliche Japanische Marine in einer atemberaubenden Luft- und Seeschlacht, die den entscheidenden Wendepunkt des Pazifikkrieges einleiten soll…

Midway - Für die Freiheit

Mein Fazit

Bildgewaltig und mit großem Staraufgebot inszeniert der deutsche Erfolgsregisseur Roland Emmerich (“White House Down“, 2013) die Schlacht um Midway. Die Schlacht, die die Kaiserliche Japanische Marine im Zweiten Weltkrieg in die Defensive zwang. Das historische Action-Drama stellt dabei einige der wichtigsten Schlüsselfiguren der Schlacht in den Fokus und setzt auf historische Genauigkeit. Wie viel davon tatsächlich der Wahrheit entspricht und wie viel davon frei erfunden ist, mag ich nicht zu beurteilen. Denn wie leider so häufig fehlt mir hier das notwendige Wissen, um tiefer einzusteigen – gleichzeitig hat mich der Film sehr neugierig gemacht und ich ertappe mich bereits dabei wieder mehr zu den Hintergründen der Ereignisse nachzulesen. Insbesondere das amerikanische Publikum kann hier aber sicherlich tiefer einsteigen und seine Historientreue beurteilen. Ich fokussiere mich also nachgehend vor allen, auf die Gestaltungselemente und seine Wirkung.

Kritische Flugzeugmanöver, Explosionen und sinkende Schiffe

In Sachen Kriegsaction macht “Midway – Für die Freiheit” so schnell keinem etwas vor. Mir persönlich haben die Bilder von Robby Baumgartner (“Darkness Visible”, 2019) zumindest noch besser gefallen, als die von Christopher Nolans “Dunkirk” (2017) und das Kriegsdrama hat immerhin von sieben Nominierungen 2018 drei Oscars einfahren können. Dennoch ist vor allem die Dynamik in “Midway – Für die Freheit” wesentlich höher, wodurch sich der Film gänzlich anders anfühlt. Dazu trägt auch der Look, das Production Design von Kirk M. Petruccelli (“Den Sternen so nah“, 2017) bei, der optimistischer und lebensfroher wirkt. Gleichzeitig ist das Kriegsdrama um Midway aber auch kein zweiter “Pearl Harbor” (2001), da er sich weniger auf das Zwischenmenschliche und mehr auf das große Ganze fokussiert. Entsprechend stehen die diversen Kampfszenen im Vordergrund.

Midway - Für die Freiheit
© Universum Film

Die Menschen dahinter

Aber natürlich werden auch die Menschen dahinter porträtiert und ihre Verbindungen zueinander. Auffällig ist, dass die Frauen in der Geschichte so gar keine Rolle spielen. Sie dienen lediglich als hübsches und besorgtes Beiwerk. Tatsächlich stört dies im Zusammenhang mit dieser Schlacht aber nicht weiter. Stattdessen werden mutige Männer gezeigt, die ihr Leben für Amerika riskieren. Und so gelingt es Drehbuchautor Wes Tooke auch ein paar Nebenschauplätze in die Geschichte zu schreiben, die für die historische Tragweite der Auseinandersetzungen nicht weniger wichtig waren.

Midway - Für die Freiheit
© Universum Film

Die Schauspieler dahinter

Dass “Midway – Für die Freiheit” aber nicht nur als eine Art Dokumentation der Ereignisse dient, dafür sorgen die Schauspieler. Insbesondere Ed Skrein (“Maleficent – Mächte der Finsternis“, 2019), der als Dick Best der Dreh- und Angelpunkt der Inszenierung von Emmerich dient, überzeugt durch sein kerniges und furchtloses Auftreten. Durch seine kleinen Rituale wird er für den Zuschauer zum Zugang der Erzählung. Auch die Freundschaft zu seinen zwei Mitstreitern aus der Akademie sorgen für die notwendige Menschlichkeit, die es dem Zuschauer erlaubt mit ihnen mitzufiebern. Aber “Midway – Für die Freiheit” hat nicht nur eine prägnante Figur, die durch die Performance ihrer Darsteller in Erinnerung bleibt. Dazu zählen u. a. Woody Harrelson (“Zombieland 2 – Doppelt hält besser“, 2019) als Chester W. Nimitz, Luke Evans (“Angel of Mine“, 2019) als Wade McClusky und Patrick Wilson (“Aquaman“, 2018) als Edwin Layton.

Midway - Für die Freiheit
© Universum Film

Historie, die neugierig macht

“Midway – Für die Freiheit” sorgt mit seinen eindrucksvollen Bildern, seinen spannenden Charakteren und seiner Unerschrockenheit vor allem für eins: Neugierde. Wer sich mit der Schlacht um Midway nicht auskennt, wird hier zum weiterführenden Studium über die Geschehnisse angeregt. Doch auch so lernt der Zuschauer schon viele wichtige Daten, Zahlen und Fakten über diesen Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Mit seinen knapp 140 Minuten Spielzeit ist das Kriegsdrama zwar kein kurzes Vergnügen, aber durch seine Dynamik auch alles andere als langwierig. Im Gegenteil durch die hohe Actionkurve und die Strategie dahinter bleibt es durchgehend spannend. Für jeden Fan von historischen Filmen ein absolutes Muss.

“Miday – Für die Freiheit” jetzt auf 4K UHD, Blu-ray, DVD und als VoD.*

"Midway - Für die Freiheit" für Dein Heimkino bestellen

Gewinne ein Fanpaket von “Midway – Für die Freiheit”

Vielleicht nicht ganz so schnell, aber dafür kostenlos geht es zum Film wieder über mein Gewinnspiel! Der Verleih hat mit eine Blu-ray, plus T-Shirt (Größe S) und Sonnenbrille für euch zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Um zu gewinnen beantworte einfach folgende Frage, fülle das Formular aus und schicke es ab. Viel Glück 🍀

//Das Gewinnspiel ist bereits beendet. Der Gewinner wurde kontaktiert.

Gewinnspiel zu "Midway - Für die Freiheit"

* Affiliate-Links | Anzeige: Wenn Du über einen dieser Verweislinks etwas Beliebiges bestellst, bekomme ich auf Deinen Einkauf eine kleine Provision. Der Preis verändert sich für Dich nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.