Filmkritik: "DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion"

Filmkritik zu “DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion”

Im ersten Kinoabenteuer der Hestia-Familia “DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion” bedroht eine unbekannte Gefahr die ganze Welt. Nur Bell Cranel soll in der Lage sein dieses Unglück noch abzuwenden. Ob es ihm wohl gelingt? Ein spannendes Anime im Rollenspieldesign!

3.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion”

Für Hestia kommt es zu einem unerwarteten Wiedersehen mit Artemis, ihrer besten Freundin aus der Götterwelt, die dringend Hilfe benötigt. Und so brechen Hestia, Bell und ihre Freunde zu einer Suche auf, die sie weit fort von Orario führt und mit einer Macht konfrontiert, vor der sogar der Dungeon selbst vor Angst erzittert. Noch dazu ist auch der Gott Hermes mit von der Partie – das heißt, man kann sich darauf verlassen, dass man sich auf nichts und niemanden verlassen kann.

DanMachi - The Movie - Arrow of the Orion

Mein Fazit

Zeit für Animes! Im Rahmen der KAZÉ Anime Nights startete am 29. Mai 2020 die dritte Virtual-Ticket-Runde mit “DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion”. Doch was machen, wenn man “DanMachi” gar nicht kennt? Ich sage: Kein Problem! Ich war weder mit dem Manga noch mit der Animeserie zuvor bekannt, konnte den Animationsfilm aber dennoch in vollen Zügen genießen. Dabei zählt “DanMachi” mit über 50.000 verkauften Mangas in Deutschland zu einem der erfolgreichsten Fantasy-Reihen. Während die zwei Staffeln „Is It Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon?” (2015) und „Sword Oratoria“ (2017) direkt auf den Light Novels von Fujino Ōmori, die von Suzuhito Yasuda illustriert wurden, basieren, erzählt “Arrow of the Orion” eine völlig eigenständige Geschichte. Die Story liefert aber auch hier Ōmori. Das erste Kinoabenteuer von “DanMachi – Arrow of the Orion” spielt zeitlich zwischen den TV-Staffeln der Hauptserie und kann – um den Kreis zu schließen – auch ohne große Grundkenntnisse über die erste Staffel gut geschaut werden.

Eine Welt, in der Menschen und Götter zusammenleben

Durch eine kurze Einführung der Grundgeschichte wird der Zuschauer – wie in einem Videospiel – direkt in die Welt von DanMachi eingeführt. Eine Welt, in der die Götter auf die irdische herabgestiegen sind, um mit den Erdenbewohnern zusammenzuleben und dieselben Erfahrungen wie diese zu machen. Durch alle Höhen und Tiefen. Dazu haben sie ihre göttlichen Kräfte teilweise abgelegt. Doch das bedeutet nicht, dass diese Welt nicht von Außergewöhnlichem geprägt sind. Die Götter scharen in einer “Familia” Sterbliche um sich, die auf bestimmte Tätigkeiten spezialisiert sind. Dazu erhalten sie den Segen des jeweiligen Gottes und können ihre Fähigkeiten durch das Erwerben von Erfahrungspunkten steigern. Dazu kämpfen sie in dem Dungeon der Stadt Orario gegen Monster, die hier auf wundersamerweise erscheinen. In den Monstern verbergen sich magische Steine, durch deren Verkäufe der Lebensunterhalt der Familia sichergestellt werden kann.

DanMachi
© Fujino Omori-SB Creative Corp./Danmachi Movie Project

Figureneinführung

Die Einführung der einzelnen Figuren ist wirklich gut gelungen. Zwar steigt der Zuschauer ohne das Vorwissen aus den TV-Staffeln oder Mangas nicht vollends bei jeder Figur durch, wer nun genau wer ist und welche Verbindung diese zu den anderen hat, aber es ist definitiv ausreichend, um der Geschichte gut folgen zu können. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Zuschauer keine Probleme hat sich auf die neue Herausforderung, auf die neue Gefahr, die die ganze Welt bedroht, einzustellen. Die Faszination der weiblichen Figuren rund um den Helden Bell Cranel, kann ich zwar in dieser kurzen Zeit nicht ganz nachvollziehen, jedoch gelingt es dem Animationsfilm mich kurz vor Schluss auch emotional so richtig abzuholen.

DanMachi
© Fujino Omori-SB Creative Corp./Danmachi Movie Project

Der Zeichenstil

“DanMachi” ist wirklich schön und flüssig gezeichnet. Zwar glänzen die Figuren nicht mit vielen, kleinen Details jedoch wirken alle Elemente ineinander und zueinander sehr stimmig. Außerdem ist es dem Anime gelungen einen gewissen Wiedererkennungswert zu schaffen, der zwar nicht aus den Massen heraussticht, aber dennoch Aufmerksamkeit schafft. Nachdem ich “DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion” gesehen habe, sind mir bereits einige Bilder im Internet entgegengekommen, die ich sofort diesem zuordnen konnte. Darüber hinaus setzt der Anime auch auf die typischen – nennen wir es Stilmittel – die einen Anime auszeichnet, der für eine nicht allzu junge Zuschauerschaft gedacht ist. Dazu zählen zum Beispiel tief ausgeschnittene Dekolletés, wippende Brüste, kurze Röcke und natürlich der gelegentliche Höschenblitzern. Neben dem Helden Bell gibt es in dem Anime aber auch starke weibliche Figuren, die eben nicht nur hübsch anzusehen sind. Schade ist es allerdings, dass die Macher von “DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion” beim Endgegner Antares auf Animationen aus der PC-Fabrik gegriffen haben, anstatt hier weiter auf reine Zeichnungen zu setzen. Dies zerstört geradezu die zuvor wunderbar rein gezeichnete Optik.

DanMachi
© Fujino Omori-SB Creative Corp./Danmachi Movie Project

Animiertes Rollenspiel

Die Einführung, der klassische Kampf gegen Monster, die sich nach der tödlichen Attacke in Luft auflösen und eine entsprechende Beute hinterlassen und die ganze Storyline erinnern an ein einziges Rollenspiel im Anime-Design, an dem der Zuschauer passiv teilnimmt. Dabei überwiegen zwar insgesamt die “Cut-Szenen” aber alles in allem bekommt man richtig Lust dazu, den Controller in die Hand zu nehmen und die Figuren selbst zu steuern. Ein spannendes Konzept, das Lust auf mehr macht. Also auf mehr Interaktion – einem Wunsch nach einem “DanMachi”-Spiel – aber auch Lust darauf macht, sich auch die zwei TV-Staffeln anzugucken oder die Mangas zu lesen.

DanMachi
© Fujino Omori-SB Creative Corp./Danmachi Movie Project

Die Abenteuer der Hestia-Familia

“DanMachi – The Movie – Arrow of the Orion” ist ein wirklich schöner und mit einer Spielzeit von 85 Minuten kurzweiliger Animefilm, der mit oder ohne Vorkenntnisse den Zuschauer in seinen Bann ziehen kann. Die Grundgeschichte sowie die zahlreichen Figuren werden durch kurze Vorstellungen ausreichend in die Geschichte eingeführt, sodass es kein Problem ist der Storyline zu folgen. Für Fans der TV-Staffeln oder der Mangas ist die neue Geschichte sicherlich eine tolle Erweiterung, die die ein oder andere Figur möglicherweise auch aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet. Durch den Rollenspielcharakter bekommt der Zuschauer das Gefühl Teil der Geschichte zu werden und taucht somit noch tiefer in diese ein. Dabei gelingt es ihr diese spannend aufzubauen und den Zuschauer auch emotional zu packen, ohne ihn jedoch völlig aus den Socken zu hauen. Zwischenzeitlich fällt die Spannung durch zu lange “Cut-Szenen” jedoch soweit ab, dass der Anime kurz an Aufmerksamkeit verlieren kann. Besonders negativ sticht aber eigentlich nur die Computeranimation am Ende des Films ins Auge. Alles in allem bleibt also ein aufregendes Abenteuer der Hestia-Familia, über die man spätestens jetzt gerne mehr erfahren möchte.

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