Filmkritik zu "The Gentlemen"

Filmkritik zu “The Gentlemen”

In “The Gentlemen” vereint Regisseur Guy Ritchie die Crème de la Crème Hollywoods in einer raffinierten Gangster-Thriller-Komödie. Zusammen mit großartigen Dialogen und vielen schwarz-humorigen Spitzen ist ein Werk entstanden, der die volle Aufmerksamkeit der Zuschauer verlangt und dafür mit knapp zwei Stunden Unterhaltung belohnt.

4.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “The Gentlemen”

Smart, knallhart und mit genialem Gespür fürs Geschäft hat sich der Exil-Amerikaner Mickey Pearson (Matthew McConaughey) über die Jahre ein millionenschweres Marihuana-Imperium in London aufgebaut und exportiert feinsten Stoff nach ganz Europa. Doch Mickey will aussteigen. Ein Käufer für die landesweit verteilten Hanf-Plantagen muss her. Sämtliche Groß- und Kleinkriminellen der Stadt bekommen davon Wind und während Mickeys rechte Hand Ray (Charlie Hunnam) seinem Boss den gröbsten Ärger vom Hals hält, überbieten sich alle Beteiligten mit Tricks, Bestechung, Erpressung und anderen fiesen Täuschungen…

The Gentlemen

Willkommen im Drogenmilieu der feinen Art

In “The Gentlemen” wird mit Drogen gehandelt. Aber hier geht es nicht um die kleinen Fische, die ihre Beutelchen an die Konsumenten verticken. Es geht ums ganz, ganz, große Business. Mit dem geplanten Verkauf seines Marihuana-Imperiums löst Mickey eine Reihe von kriminellen Handlungen aus, die zunächst völlig zusammenhangslos erscheinen. Doch wer hat hier den ersten Dominostein zu Fall gebracht!? Dies gilt es herauszufinden. Gut (oder schlecht), dass der Journalist Fletscher alles auf dem Silbertablett parat hat. Oder etwa doch nicht?

Guy Richties Gentlemen

Die auf den ersten Blick recht übersichtliche Story stellt sich im Laufe der Zeit als immer komplexer und vielschichtiger heraus. Doch um dies überhaupt zu erkennen und aufmerksam der Geschichte zu folgen bedarf es großartige Darsteller, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen. Dazu hat Regisseur Guy Ritchie (“Codename U.N.C.L.E.”, 2015 – achtet auf die Andeutung im Film!) ein paar der angesagtesten Männer Hollywoods zusammengetrommelt. Darunter Charlie Hunnam als Mickeys Assistenten Ray, mit dem er bereits in “King Arthur – Legend of the Sword” (2017) zusammengearbeitet hat. Ein Film, der bei den Kritikern und den Zuschauern sehr unterschiedlich angekommen ist, mich persönlich aber jedes Mal wieder begeistert. Als Assistent von Drogenboss Mickey, muss er gerne einmal die Drecksarbeit erledigen. Außerdem muss er sich mit Fletcher herumschlagen, der vom sagenhaften Hugh Grant (“Paddington 2“, 2017) verkörpert wird. Ihr Dialog bildet als erzählendes Element das Kernstück der Geschichte. Das Zusammenspiel der zwei ist zum Schießen komisch. Bissig, böse, raffiniert!

The Gentlemen
© Concorde Filmverleih

Aber auch die anderen Gentlemen und ihr Miteinander machen den Film zu dem, was er ist. Egal, ob es Matthew McConaughey (“Beach Bum“, 2019) als Michael “Mickey” Pearson, Jeremy Strong (“Molly’s Game – Alles auf eine Karte”, 2017) als potenzieller Käufer Matthew, Henry Golding (“Last Christmas“, 2019) als Gangster Dry Eye oder Colin Farrell (“Dumbo“, 2019) als Boxtrainer “Coach” ist, jeder Charakter bringt die nötige Würze mit, die den Film abrundet. Ritchie soll übrigens in seiner Regietätigkeit gerne am Set nochmal das Drehbuch völlig über den Haufen geworfen haben, weshalb der Film vielleicht auch deshalb ein bisschen unberechenbar wirkt.

The Gentlemen
© Concorde Filmverleih

 The Gentlemen and the Lady

“The Gentlemen” vereint damit sicherlich einige der coolsten Männer Hollywoods in einem Film. Doch auch die Dame der Wahl ist nicht zu verachten! Was? Ihr kennt Michelle Dockery nicht? Na, dann habt ihr sicherlich die Serie “Downton Abbey” noch immer nicht gesehen. Guckt sie euch an, sie ist wirklich fantastisch. Ein Grund dafür ist sicherlich Dockery, die eine finde ich spannendste Figur in einer Serie überhaupt zum Leben erweckt. Und auch in “The Gentlemen” gibt sie eine ausgezeichnete Figur ab. Mit ihrer Eleganz, Strenge und dem gewissen Touch der Unwiderstehlichkeit gibt sie die perfekte Frau an der Seite des Inhabers des Marihuana-Imperiums.

The Gentlemen
© Concorde Filmverleih

Britischer Charme

Mit seinem Look, dem Setting, Make Up und Kostümen sprüht “The Gentlemen” nur vor britischen Charme. Alleine deshalb ist der Titel schon ausgezeichnet gewählt. Denn obgleich die Thematik so gar nicht “piekfein” wirkt, wird doch auch sinnig erläutert, welche Rolle die hohen Herrschaften in dieser Geschichte spielen. Da wundert es auch nicht, dass die Gangster eben wie Gentlemen auftreten und mit welcher Grazie und Würde sie ihren Tätigkeiten nachgehen. Wer wie ich Fan des britischen Akzentes ist, der bekommt hier im O-Ton die volle Dröhnung. Jedoch setzt der Film, obwohl es auch echt coole Actionszenen gibt, viel auf clevere Dialoge, weshalb es selbst für geübte Englischhörer anstrengend werden kann. Ich habe “The Gentlemen” daher sowohl einmal auf Deutsch als auch auf Englisch geguckt.

The Gentlemen
© Concorde Filmverleih

Mein Fazit

“The Gentlemen” ist echt ein saugeiler Film, der mit seinen schwarz-humorigen Spitzen für das ein oder andere schelmische Schmunzeln sorgt. Die Gangster-Thriller-Komödie sorgt mit einer interessant aufgebauten Story für knappe zwei Stunden Unterhaltung. Dafür muss man jedoch das vielleicht etwas träge Intro erst einmal überstehen. Zunächst stellt sich der Zuschauer nämlich – wie ich finde zu Recht – die Frage, wo das ganze eigentlich hinführen soll. Was will Fletcher mit seinem “Drehbuch” bewirken, was haben die aktiven Player miteinander zu tun und wer hat das Spiel wirklich ins Rollen gebracht? Zugegeben, beim ersten Mal gucken war ich nicht zu 100 % begeistert. Das Verhältnis zwischen Erzählungen, Dialogen und Action war mir zu unausgeglichen. Aber je besser und genauer man zuhört, desto genialer wirkt die Story. “The Gentlemen” ist daher definitiv ein Film, der die volle Aufmerksamkeit des Zuschauers einfordert und ist damit eher weniger für einen Abend mit Freunden geeignet. Als Verfechter der ungeteilten Aufmerksamkeit, ist aber gerade auch so ein Film manchmal genau das richtige!

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2 comments

  1. K.K.

    Er hat schon echt tolle Filme produziert. Respekt !

    Antworten

    1. Jil

      Finde ich auch 😀

      Antworten

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