Filmkritik zu "Soulfood - Familie geht durch den Magen"

Filmkritik zu “Soulfood – Familie geht durch den Magen” plus Gewinnspiel!

In “Soulfood – Familie geht durch den Magen” versucht Abe seine Familie mit einer kulinarischen Fusion der Geschmäcker endlich zu vereinen. Eine Familienkomödie mit Höhen und Tiefe.

3.5 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Soulfood – Familie geht durch den Magen”

Der 12-jährige Abe (Noah Schnapp) ist anders als seine Schulfreunde. Statt auf Autos, teure Klamotten oder Selfies steht er aufs Kochen. Heimlich durchstreift er nachts die Restaurants und Märkte der brodelnden Metropole New York auf der Suche nach neuen Inspirationen. Bei einem seiner Streifzüge begegnet er dem Streetfood-Künstler Chico (Seu Jorge). Dessen kreative Kochkunst vereint die unterschiedlichsten kulturellen Einflüsse. Das bringt Abe auf die Idee seine zerstrittene Familie durch eigene, neue Rezepte zusammenzubringen. Denn als Sohn palästinensischer und israelischer Eltern kann er es keinem seiner Verwandten recht machen.

Soulfood - Familie geht durch den Magen

Eine Fusion der Kulturen

Als Kind eines Vaters palästinensischer Abstammung und einer israelischen Mutter hat es Ibrahim, Abraham oder auch Abe alles andere als leicht. Ständig steht er zwischen den Kulturen. Versucht er es einer Seite der Familie alles recht zu machen, lehnt er sich gegen die andere auf. Versucht er sich aus allem herauszuhalten ist es auch nicht richtig. Da hilft es auch nichts, dass sein Vater als Atheist und seine agnostische Mutter sich ebenfalls nicht mit den Glauben und der politischen Einstellungen ihrer Eltern so wirklich anfreunden können und sich zudem ständig Sorgen um den psychischen Zustand ihres Sohnes machen. Anstatt also mit Abe zu reden, wird viel zu viel über ihn geredet. Chaos vorprogrammiert…

Wenn die Hauptsache zur Nebensache wird

Und so findet sich Abe im Mittelpunkt sämtlicher Konflikte. Seine Familie streitet sich nahezu durchgängig um ihn, über ihn und viel zu selten mit ihm. Denn bei all den kulturellen Unterschieden vergessen die Parteien, dass sie für Abe alle zu seiner Familie gehören und gemeinsam zu ihm stehen sollten. Dabei sollte eigentlich egal sein, wer an was glaubt und wer woher stammt. Doch anstatt sich um das Wohlbefinden von Abe zu sorgen, reißen sie permanent an ihm ohne ihn dabei wirklich zu beachten. Abe flüchtet sich deshalb in sein Hobby: Das Kochen. Dass diese Leidenschaft, die er modern als Foodblogger mit der Welt teilt, ihn ganz alleine durch NYC wandern lässt, fällt der Konflikt-geprägten Familie allerdings erstaunlich spät auf.

Soulfood
© Pandastorm Pictures GmbH

Fusionsküche als Familientherapie

Abe ist fasziniert von Chicos Fusionsküche, in der er konträre Zutaten in Harmonie kombiniert. Wenn dies mit Lebensmitteln funktioniert, sollte dann nicht auch seine Familie in Einklang gebracht werden? Abes Versuch seine Familie zu retten, sie zusammenzuführen und untereinander zu vermitteln ist wirklich herzzerreißend. Abe, gespielt von Noah Schnapp (“Stranger Things”, 2016-2021), tritt dabei als ein ernstes Kind auf, das sich nach Anerkennung aber auch nach einer harmonischen Familie sehnt, die an einem Strang zieht. Denn obwohl die Großeltern untereinander für viel Ärger sorgen, ist jeder für sich liebevoll.

Soulfood
© Pandastorm Pictures GmbH

Eine Welt, viele Kulturen

Der brasilianische Regisseur Fernando Grostein Andrade plädiert mit seinem Filmdebüt für ein kulturell diverses Miteinander. Dazu fusioniert er spielerisch die Gegensätze der Großstadtleben und springt in den Einstellungen zwischen dem hektischen Restaurant- und dem Abes Familienleben hin und her. Untermalt wird “Soulfood – Familie geht durch den Magen” von der schwungvollen Musik von Gui Amabis, die der Familienkomödie brasilianischen Flair einhaucht.

Soulfood
© Pandastorm Pictures GmbH

Mein Fazit

“Soulfood – Familie geht durch den Magen” ist eine Familienkomödie, die ihre lustigen aber auch ihre tragischen Momente hat. Andrade arbeitet in seinem Debüt ein wichtiges Thema auf, unter dem mehr Kinder leiden, als man sich vielleicht vorstellen mag. Als Kind, dass Glaubens-frei aufgewachsen ist, ist mir persönlich dieser Konflikt der Kulturen fremd. Dennoch wirkt die Geschichte insgesamt etwas inszeniert und überzogen, wobei er seine Wirkung nicht verfehlt. Dafür sorgt insbesondere Schnapp, der mit seinem Charme, seinem Witz aber auch seiner Verletzlichkeit die Zuschauer in seinen Bann zieht. 85 Minuten, die nicht nur den Wunsch nach Harmonie untereinander auslöse, sondern auch noch gehörig hungrig machen!

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