Filmkritik zu "Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter"

Filmkritik zu “Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter” plus Gewinnspiel!

In “Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter” ist Wiebke gewillt alles zu tun, um ihre Adoptivtochter zu retten. Ein Film von Katrin Gebbe zwischen Drama und Psychothriller.

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Die Handlung von “Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter”

Wiebke (Nina Hoss) lebt zusammen mit ihrer Adoptivtochter Nikolina (Adelia-Constance Ocleppo) auf einem idyllischen Reiterhof. Nach vielen Jahren des Wartens, bekommt sie nun die Chance ein weiteres Mädchen, Raya (Katerina Lipovska), aus Bulgarien zu adoptieren. Nikolina freut sich sehr über das langersehnte Geschwisterchen. Die ersten gemeinsamen Wochen als Familie verlaufen harmonisch und die frisch gebackenen Geschwister verstehen sich prächtig. Aber schon bald merkt Wiebke, dass die – anfänglich charmante Raya – etwas verbirgt. Sie wird immer aggressiver und stellt eine zunehmende Gefahr für sich und andere dar. Vor allem Nikolina leidet unter ihren Übergriffen, aber auch Wiebkes Beziehungen und Freundschaften werden auf die Probe gestellt. Um ihre Familie zu retten, muss Wiebke schließlich über Grenzen gehen und eine extreme Entscheidung treffen.

Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter

Ein wahr gewordener Albtraum

Mutter zu sein ist für die Filmfigur Wiebke das wohl schönste, das es auf der Welt gibt. Nach jahrelangem Warten wird ihre Familie durch Raya um ein weiteres Adoptivkid ergänzt. Doch schnell wird die Freude über den Nachwuchs zu einem wahr gewordenen Albtraum. Raya musste in ihrer frühesten Kindheit traumatisches erleben: Sie saß über einen Tag neben ihrer toten Mutter bis sie endlich aufgefunden wurde. Seit jeher lebte sie in Heimen oder wurde von einer Adoptivfamilie zur nächsten vermittelt. Etwas, was die Heimleitung Wiebke verschwiegen hat. Und so sieht sie sich und ihre 9-jährige Adoptivtochter Nikolina durch dieses unberechenbare 5-jährige Mädchen bedroht. Denn Wutausbrüche beim Essen waren erst der Anfang…

Pelikanblut

Doch Wiebke möchte ihre neue Tochter nicht so leicht aufgeben. Die Ärzte bestätigen ihr, dass Raya emotional tot ist. Die Region für Emotionen und Gefühle sind im Gehirn von Raya verkümmert. Sie weder Liebe, noch Empathie oder Mitgefühl. Hier rührt auch der Titel dieser Geschichte her, der sich auf das christliche Symbol der Pelikanmutter stützt, die ihren toten Nachwuchs mit ihrem eigenen Blut füttert und ihn so zurück ins Leben zu holen. Diesen Weg der Selbstopferung schlägt auch die Protagonisten ein, wobei ihre “Methoden” zur Rettung ihres Kindes zunehmend bizarrer und verstörender werden – bis schließlich nur noch schwarze Magie Raya retten soll.

Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter
© DCM

Eine starke Frau und Mutter

Wiebke ist eine starke Frau, die niemals aufgibt. Dies wird auch in ihrer Arbeit deutlich. Als Pferdetrainerin für die Polizei ist sie gewohnt auch die schwierigsten Pferde unter Kontrolle zu bringen. Dabei lässt sie sich nichts von anderen sagen und geht unbeirrt ihren Weg. Kein Wunder also, dass sie auch bei Raya nicht aufgeben möchte, wo die meisten anderen – der Zuschauer inklusive – wohl schon längst das Handtuch geworfen hätte. Gespielt wird Wiebke von Nina Hoss, die mit großer Überzeugung dieser beeindruckenden Frau Leben einhaucht.

Pelikanblut - Aus Liebe zu meiner Tochter
© DCM

Mein Fazit

“Pelikanblut” ist eine spannende Geschichte über eine starke Frau, die gewillt es alles und sich selbst aufzugeben, um das Leben eines anderen Menschen zu retten. Dabei bewegt sich der Film von Katrin Gebbe mit teilweise verstörenden Bildern und Erkenntnissen zwischen Drama und Psychothriller, dem es allerdings am letzten Kick ein wenig fehlt und mit einer Spielzeit von über zwei Stunden auch etwas zu lang geraten ist. Dennoch ist “Pelikanblut” definitiv sehenswert. Die Filmemacher haben allein mit der Optik eine wirklich gelungene Szenerie geschaffen, die direkt die angespannte und auch wenig mystische Stimmung auf der Zuschauer überträgt. Die Geschichte ist gut aufgebaut, sodass die einzelnen Charaktere und ihre Entscheidungen für das Publikum gut nachvollziehbar sind. Neben Hoss bleibt natürlich vor allem Katerina Lipovska im Gedächtnis. Der jungen Schauspielerin gelingt es dem Zuschauer Angst und Schrecken einzujagen, sodass ich persönlich in nächster Zukunft wahrscheinlich eher einen Bogen um kleine, blonde Mädchen machen werde. Eine deutsche Produktion zum unwohl fühlen!

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