Filmkritik zu "Yes, God, Yes"

Filmkritik zu “Yes, God, Yes – Böse Mädchen beichten nicht” plus Gewinnspiel!

In der kurzweiligen Dramedy “Yes, God, Yes” blickt die junge Alice hinter die Fassade ihrer streng katholischen Mitmenschen. Wer hier wohl wirklich zur Hölle fahren wird!?

3 von 5 Popcorntüten

Die Handlung von “Yes, God, Yes”

Als Teenager hat man es nicht leicht. Schon gar nicht, wenn man wie Alice (Natalia Dyer) in einem streng katholischen Haushalt im ländlichen Teil der USA aufwächst. In der Schule wird ihr beigebracht, dass Sex vor der Ehe eine Sünde ist und auch Masturbation auf direktem Weg in die Hölle führt. Alice kommt ins Grübeln: Nicht nur, weil sie sich die Sexszene aus „Titanic“ immer wieder gerne ansieht, auch beim Onlinechat lässt sie sich zu unkeuschen Handlungen hinreißen – was stimmt nur nicht mit ihr? Vier Tage in einem Kirchenlager sollen Alice wieder auf den rechten Weg bringen. Gruppenbeichten, Bibelstunden und Gebete stehen auf der Tagesordnung. Doch wie soll Alice sich hier auf ihre christlichen Werte besinnen, wenn der süße Footballstar Chris (Wolfgang Novogratz) ihr ständig über den Weg läuft?

Yes, God, Yes

Mehr Schein als Sein

Vier Tage in einem Kirchenlager. Na, das schreit ja förmlich nach Langeweile. Habt ihr das wirklich gedacht? Ich glaube kaum. Denn natürlich haben es auch die Gläubigsten es faustdick hinter den Ohren – zumindest im Film. Sonst wäre “Yes, God, Yes” schließlich auch furchtbar langweilig und müsste gar nicht erst erzählt werden. Doch wer hier welche Leiche im Keller hat, gilt es erst noch herauszufinden. Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer in diesem Spiel!?

Fake vs. Real

Auffällig ist, dass obwohl Alice, gespielt von der 26-jährigen Natalia Dyer (“Stranger Things”, 2016-2021), die Hauptfigur der Geschichte ist, man von ihr zwar viel sieht aber herzlich wenig hört. Alice scheint dermaßen in ihrer Gedankenwert verloren, dass sie kaum den Mund auf bekommt. Selbst in den Momenten, wo sie Initiative und / oder Mut ergreift, wirkt sie weiterhin unaufgeregt und mehr mit sich beschäftigt als mit ihrer Umwelt. Dabei steht sie in einem krassen Gegensatz zu ihren Mitmenschen, die ihrer aufgesetzten Fassade mit großer Mimik, Gestik und Lautstärke Ausdruck verleihen zu müssen. Nicht nur dadurch wird klar, dass Alice in diese aufgesetzte Welt so gar nicht reinpasst.

Yes, God, Yes
© capelight pictures OHG

90s Vibes

Als Kind der 1990er und 2000er kann ich mich voll in die junge Alice hineinversetzen. So bin ich auch mit fetten Monitoren und Tastaturen, die man noch richtig tief herunterdrücken muss (teilweise begegnen sie mir im Arbeitsumfeld heute noch), der Yahoo-Suche und diesen komischen Chats aufgewachsen, wo man tatsächlich mit wildfremden Leuten zusammen gewürfelt wurde. Glücklicherweise sind mir hier nie Männer mit anrüchigen Gedanken begegnet, aber das hätte genauso schnell passieren können, wie es eben nicht eingetroffen ist. Auch die ersten Berührungspunkte von Alice mit ihrer eigenen Sexualität sind authentisch gezeichnet, sodass Frau sich hier durchaus wiederfinden kann. Mein persönliches Highlight ist aber der musikalische Einsatz einer Coverversion von “Genie in the Bottle”. Herrlich!

Yes, God, Yes
© capelight pictures OHG

Mein Fazit

Ehrlich gesagt, habe ich mir von “Yes, God, Yes” ein wenig mehr versprochen. Auch wenn der Film von Karen Maine wirklich witzige Momente hat, bleiben die großen Emotionen vor allem durch die in sich gekehrte Alice aus. Auf der einen Seite macht dies natürlich erzählerisch Sinn, auf der anderen Seite wartet der Zuschauer aber heiß ersehnt darauf, dass sie endlich auch einmal aus sich herausbricht. Handwerklich ist die Dramedy hingegen einwandfrei und hat einen schönen Look. Ebenso trägt die musikalische Untermalung die teilweise – aus Sicht von Alice – absurden Situation wunderbar voran. Alles in allem kann man sich “Yes, God, Yes” gut und gerne entspannt auf den Sofa angucken. In lediglich 78 Minuten verankert sich ein Gedanke mit Sicherheit: Alles Sünder!

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